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Verletzte bei Chemieunfall in Weil am Rhein

In am Kant-Gymnasium in Weil am Rhein (D) kam es am Freitagnachmittag zu einem Chemieunfall. Rund 4o Personen mussten untersucht werden, 17 von ihnen wurden ins Spital gebracht.

Feuerwehr auf dem Pausenplatz: Oberstufenschüler verursachten am Gymnasium in Weil am Rhein einen Grosseinsatz. Screenshot: Badische-Zeitung.de.
Feuerwehr auf dem Pausenplatz: Oberstufenschüler verursachten am Gymnasium in Weil am Rhein einen Grosseinsatz. Screenshot: Badische-Zeitung.de.

Nach ersten Erkenntnissen ist Schülern gegen 12.30 Uhr ausserhalb des Unterrichts eine Flasche mit Brom aus der Hand gefallen und zerbrochen. Der giftige Dampf verätzte die Atemwege von mehreren Schülern, Lehrern und Polizeibeamten, wie die Polizeidirektion Lörrach am Freitagnachmittag mitteilte. Als die Rettungskräfte beim Gymnasium eintrafen, war das Gebäude bereits evakuiert - Lehrkräfte und Schüler befanden sich im Schulhof. Rettungssanitäter und Ärzte kümmerten sich um die Verletzten. «Sie haben alle über Atembeschwerden geklagt», sagte Polizeisprecher Joachim Langanky gegenüber baz.ch.

Während die Polizei zunächst von insgesamt 41 verletzten Personen – darunter vier Polizisten – berichtete (Stand: 15:30h), schreibt die Badische Zeitung, dass 41 Personen vor Ort einer «eingehenderen ärztlichen Untersuchung» unterzogen worden seien. 17 von ihnen hätten danach zur Beobachtung in Krankenhäuser gebracht werden müssen. Wie schwer die Verletzungen der betroffenen sind, konnte Langanky am Freitagnachmittag nicht sagen.

Flasche wurde wohl entwendet

Wie die Badische Zeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet, seien rund 100 Milliliter Brom verschüttet worden. Zudem sollten mehrere Schüler versucht haben, die Flüssigkeit aufzuwischen. Diese hätten wohl auch am meisten von der ätzenden Flüssigkeit eingeatmet.

Wie die Flasche mit Brom in die Hände der Schüler gelangen konnte, sei gemäss der Badischen Zeitung bisher unklar. Höchstwahrscheinlich sei die Flasche aus dem Abzug im Chemiesaal entwendet worden. Noch suche die Feuerwehr nach der Flasche. Spezialisten hätten, die Chemikalie mit Natriumtrisulfat gebunden. Anschliessend sei der kontaminierte Teppich entfernt worden. Die betroffenen Möbel hätten fachgerecht entsorgt werden müssen, wie die Badische Zeitung weiter schreibt. Gegen 14.30 Uhr hätte im Oberstufenraum kein Bromdampf mehr nachgewiesen werden können.

Die Polizei rief die Bevölkerung vorsorglich über Lautsprecher auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Um ein weiteres Ausbreiten der Chemikalie zu verhindern, errichtete die Feuerwehr vor dem Klassenzimmer eine Wassersperre. Die deutschen Einsatzkräfte wurden von der Berufsfeuerwehr und Rettungssanitätern aus Basel unterstützt.

SDA/jg

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