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Unia beklagt Lohndumping beim Bau des Roche-Turms

Am Bau des Roche-Turms in Basel beteiligte Arbeiter sollen um eine Million Franken geprellt worden sein. Die Gewerkschaft Unia erhebt Vorwürfe gegen den Pharmakonzern.

Überragt: Der 105 Meter hohe Messeturm (links hinten) ist nicht mehr das höchste Haus in Basel – der Roche-Turm (rechts) misst Ende März 106 Meter.
Überragt: Der 105 Meter hohe Messeturm (links hinten) ist nicht mehr das höchste Haus in Basel – der Roche-Turm (rechts) misst Ende März 106 Meter.
Joël Gernet
Bis Ende 2014 soll der Rohbau des «Bau 1» die endgültige Höhe von 178 Metern erreicht haben. Damit kehrt dann der Titel des höchsten Schweizer Gebäudes wieder zurück nach Basel.
Bis Ende 2014 soll der Rohbau des «Bau 1» die endgültige Höhe von 178 Metern erreicht haben. Damit kehrt dann der Titel des höchsten Schweizer Gebäudes wieder zurück nach Basel.
Joël Gernet
Schaufeln und lachen bei der Grundsteinlegung am 9. Mai 2012: Claus Herrmann, Projektleiter für den Bau 1, CEO Severin Schwan, Matthias M. Baltisberger, Standortleiter Basel, Verwaltungsratspraesident Franz B. Humer, Architekt Pierre de Meuron, Pascal Soriot, COO Pharmaceuticals, und Regierungsrat Hans-Peter Wessels (von links) legen symbolisch das Fundament des «Bau 1».
Schaufeln und lachen bei der Grundsteinlegung am 9. Mai 2012: Claus Herrmann, Projektleiter für den Bau 1, CEO Severin Schwan, Matthias M. Baltisberger, Standortleiter Basel, Verwaltungsratspraesident Franz B. Humer, Architekt Pierre de Meuron, Pascal Soriot, COO Pharmaceuticals, und Regierungsrat Hans-Peter Wessels (von links) legen symbolisch das Fundament des «Bau 1».
Keystone
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Nach den Lohndumping-Vorwürfen der Gewerkschaft Unia ist unklar, wie es beim Bau des höchsten Gebäudes der Schweiz weitergeht. Nach Angaben der Unia haben die betroffenen Fassadenbauer die Arbeit niedergelegt. Laut Roche gehen die Arbeiten aber weiter.

Die rund 30 Fassadenbauer, die beim Bau des Roche-Turms für ein Subunternehmen im Einsatz stehen, sollen bisher um über eine Million Franken geprellt worden sein, teilte die Unia am Dienstag mit. Ihre Arbeit wollen sie fortsetzen, sobald die ihnen zustehenden Löhne garantiert sind, wie ein Unia-Vertreter zur sda sagte.

Vorwürfe gegen Roche

Die Gewerkschaft wirft dem Pharmakonzern Roche vor, statt entschieden zu handeln auf Zeit zu spielen und sich hinter langwierigen Verfahren zu verstecken. Laut einer Sprecherin von Roche nimmt der Konzern die Lohndumping-Vorwürfe sehr ernst, überprüfe aber zunächst die Fakten.

Nach Angaben der Roche-Sprecherin haben die Fassadenbauer am Dienstag ihre Arbeit fortgeführt. Allerdings seien nicht alle an ihrem Arbeitsplatz erschienen. Insgesamt stehen auf der Baustelle für den 178 Meter hohen Büroturm derzeit rund 500 Arbeiter im Einsatz.

SDA/rub

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