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«Totgesagte leben länger»

Marc Fehlmann, Direktor des Historischen Museums Basel, hat seine Arbeit wieder aufgenommen. Er spricht über seine Krankheit, die Intrigen gegen ihn und die Zukunft des Museums.

Serkan Abrecht
Zurückgekehrt: Marc Fehlmann in einem Depot des HMB.
Zurückgekehrt: Marc Fehlmann in einem Depot des HMB.
Kostas Maros

Herr Fehlmann, Sie waren wegen eines ­Burn-out ­krankgeschrieben. Dies kurz nach der ­Presse­konferenz,in der ­bekannt wurde, dass das ­Historische Museum Basel (HMB) nicht alle Sammlungs­objekte ­lokalisieren kann, das Museum dringend Geld braucht und einige ­Kuratorinnen im ­Nachhinein öffentlich gegen Sie intrigiert hatten. War das alles zu viel?

«Burn-out» ist ja nur der Vulgobegriff für einen konstanten Erschöpfungszustand, der dazu führt, dass man nicht mehr so funktioniert, wie man gerne möchte. Ich habe in den letzten Jahren somatische Anzeichen gehabt, habe es aber immer weggesteckt und weitergemacht, bis es nicht mehr ging. Doch es kam der Punkt, da konnte ich nicht mehr weiter funktionieren. Deshalb musste ich Massnahmen ergreifen, um Schlimmeres zu verhindern. Die besagte Medienkonferenz und das darauf folgende Nachspiel haben sicher nicht dazu beigetragen, dass sich der Zustand verbessert hat. Die Auszeit hat mir deshalb gut getan. Eigentlich sollte jeder einmal einen Boxenstopp machen.

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