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Terrassen am Rheinufer für fast 400'000 Franken

Im Mai 2020 werden am Oberen Rheinweg neue Aufenthaltsbereiche geschaffen.

Im Sommer ist das Rheinufer stark besucht. Am oberen Rheinweg sollen bald neue Aufenthaltsbereiche geschaffen werden.
Im Sommer ist das Rheinufer stark besucht. Am oberen Rheinweg sollen bald neue Aufenthaltsbereiche geschaffen werden.
Digital BS

Für drei Jahre sollen am Kleinbasler Rheinufer neue Einrichtungen mit Sitzplätzen angebracht werden. Es handelt sich um Holzterrassen in der Länge von 28 Metern neben den bestehenden Betonsitzstufen bei der Mittleren Brücke. Weiter soll eine 43 Meter lange Holzplattform gleich darunter direkt am Fluss gebaut werden, die als Ein- und Ausstieg für das Schwimmen im Rhein genutzt werden kann. Und auch eine Begegnungszone am Oberen Rheinweg mit vier Blockbänken und acht Hockern soll im gleichen Zug geschaffen werden.

Diese neuen Elemente kosten 387000 Franken, wofür der Regierungsrat vom Grossen Rat einen Kredit beantragt. Nach der temporären Installation ist die Gesamterneuerung des Rheinufers auf der Kleinbasler Seite zwischen der Mittleren Brücke und der Wettsteinbrücke geplant.

Die Regiokommission des Grossen Rats stimmt dem Projekt mit zehn Stimmen bei zwei Enthaltungen zu, denn der zusätzlich nutzbare Raum am Rheinufer im Zentrum von Basel sei eine Aufwertung, die der Bevölkerung zugutekommt, heisst es im Bericht der Kommission. Allerdings kritisiert sie die Nachhaltigkeit der Installation, die nach drei Jahren wieder abgebaut werden soll. Die Holzelemente können immerhin teilweise später an einem anderen Ort wieder eingesetzt werden.

Beitrag an Bauausstellung

Die von SP-Grossrat Tim Cuénod präsidierte Regiokommission hält es zudem für wichtig, dass die Terrassen auch bei sehr starken Belastungen, etwa durch viele feiernde Personen oder Feuer, den sicherheitstechnischen Aspekten genügen. Gemäss den Projektverantwortlichen sind Abgrenzungen und Abschrägungen zur Sicherheit der Leute sowie weitere Vorkehrungen geplant, schreibt die Kommission in ihrem Bericht.

Das Projekt der Rheinterrassen steht im Zusammenhang mit der Schlusspräsentation der Internationalen Bauausstellung (IBA) Basel im kommenden Sommer. In deren zehnjährigem Prozess ist der Kanton Basel-Stadt Träger von sechs Projekten. Dazu gehört unter anderem der Rheinuferweg vom Elsässerrheinweg in Basel bis zur Dreiländerbrücke zwischen Huningue und Weil am Rhein. Zudem beteiligt sich Basel-Stadt an weiteren sieben Projekten.

Die Schlusspräsentation der IBA bildet eine zentrale Ausstellung auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein zwischen Ende Juni und Ende September 2020. Gleichzeitig werden die rund 20 Projekte an ihren Orten präsentiert. Der Kanton Basel-Stadt habe ein grosses Interesse daran, seine Projekte so zu präsentieren, dass die IBA für die Basler Bevölkerung sichtbar wird, schreibt der Regierungsrat. Die Rheinterrassen sind als Beitrag der Stadt Basel ein Teil des sogenannten Projekts Rheinliebe, bei dem die Gemeinden aus dem gesamten IBA-Perimeter von Bad Bellingen bis Bad Säckingen gemeinsam an der Verbesserung der Erlebbarkeit des Rheins arbeiten.

Feuerfester Unterbau

Die Basler Terrassen bieten auf drei Ebenen rund 150 Sitzplätze, von denen aus die Altstadt und der Rhein erlebt werden können. Im Sinn der ressourcenschonenden Ökologie bestehen die Bauten aus Materialien, welche nach dem Rückbau wiederverwendet oder rezykliert werden können, steht im Bericht der Regierung. Im Unterschied zu der hart verbauten Rheinuferböschung und den bestehenden Betonsitzstufen bringt das Holz sowohl optisch als auch bei der Berührung etwas Behagliches in den öffentlichen Raum.

Das Bau-und Nutzungsgesuch zur Installation der zeitlich befristeten Rheinterrassen am Oberen Rheinweg im Bereich der Häuser Nummer 23 bis 39 liegt bis 14. Januar 2020 beim Bau- und Verkehrsdepartement an der Dufourstrasse 40 auf. Laut der Publikation im Kantonsblatt beginnt die Installation am 4. Mai 2020 und dauert maximal bis zum Beginn der Rheinufersanierung.

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