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Telebasel verliert massiv Zuschauer

Der Programm-Umbau bei Telebasel kommt bei den Zuschauern offenbar nicht gut an. Die lokale TV-Station hat laut neusten Messungen einen Viertel des Publikums verloren.

Das neue Konzept von Telebasel hat bisher nicht eingeschlagen. Allerdings hatte der Sender schon vor der Umgestaltung viele Zuschauer verloren.
Das neue Konzept von Telebasel hat bisher nicht eingeschlagen. Allerdings hatte der Sender schon vor der Umgestaltung viele Zuschauer verloren.

Farbiger, schneller und professioneller wollte Telebasel werden. Der so genannte Relaunch anfangs Jahr inklusive neuer Onlinestrategie war bemerkenswert mutig – und wurde entsprechend stark kritisiert. Der Basler Regierungspräsident Guy Morin etwa bekannte vor einigen Wochen gegenüber der «Tageswoche», dass er den Sender nicht mehr täglich schaue.

So wie Morin geht es offenbar vielen: Die Semesterzahlen, die von Mediapuls erhoben werden, zeigen einen Rückgang der Zuschauerzahlen auf dem heimischen Markt um einen Viertel, was happig ist. Vergleicht man die Zahlen des 1. Semesters 2016 mit jenen derselben Vorjahresperiode, so weist Telebasel im eigenen Konzessionsgebiet einen deutlichen Rückgang aus, wie das Onlineportal Horizont Swiss am Mittwoch berichtete: Schalteten früher 60'000 Personen mindestens einmal täglich den Sender ein, so sind es jetzt nur noch 45'300 (-24,5 Prozent). Die Nettoreichweite ging von ehemals 11,8 Prozent auf 9 Prozent zurück, der Marktanteil fiel von 1,3 Prozent auf 1 Prozent.

Keine Zahlen zur Internetnutzung

In der gesamten Deutschschweiz schauten statt fast 108'000 nur noch 93'400 Zuschauer (-13,4 Prozent) den Sender. Der Marktanteil blieb dagegen laut Horizont Swiss bei 0,2 Prozent stabil. Nicht geklärt ist derzeit, ob Telebasel den Nutzerschwund am Bildschirm dank einer vermehrten Nutzung des Senders im Internet wettmachen kann. Die Internetdaten werden vom Sender nicht ausgewiesen. Horizont Swiss führt den Publikumsschwund im übrigen nicht zwingend auf das neue Konzept zurück: Der deutliche Reichweitenverlust habe schon im Semester zuvor, also bereits vor dem Neustart, eingesetzt. Eventuell sei es sogar dem Relaunch zuzuschreiben, dass die Zahlen nicht weiter ungebremst in den Keller gerasselt sind.

Einen Teil des Publikum ausgewechselt

Dominik Prétôt, CEO von Telebasel, sagte gegenüber Horizont Swiss, dass man mit einem Rückgang gerechnet habe. «Wenn man das gesamte Konzept umstellt, muss man davon ausgehen, dass auch ein Teil des Publikum ausgewechselt wird.» Nun stelle man aber wieder einen Aufwärtstrend fest. Ähnlich äusserte sich Prétôt in einem Aktikel des Portals onlinereports.ch vom Freitag. Bereits seien seit dem Relaunch laufend Anpassungen im Programmablauf getätigt worden. So seien die News erweitert, das Tempo etwas heruntergefahren und die Werbeblöcke neu angeordnet worden.

-en

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