Studenten wollen Gratis-Weltwoche doch nicht verbieten

Nachdem hunderte Studenten protestiert haben, revidiert der Studierendenrat der Uni Basel seinen umstrittenen Entschluss.

In den Räumlichkeiten der Uni Basel soll auch in Zukunft die Weltwoche gelesen werden können.

In den Räumlichkeiten der Uni Basel soll auch in Zukunft die Weltwoche gelesen werden können.

(Bild: Christoph Stulz)

Die Gratisausgaben «Weltwoche» in den Räumlichkeiten der Universität war einigen Studenten der Uni Basel ein Dorn im Auge (die BaZ berichtete). Der Studierendenrat hatte Ende September beschlossen den Vorstand der Studentenorganisation Skuba damit zu beauftragen, einen offenen Brief an das Rektorat der Universität zu schreiben, damit künftig Studenten nicht mehr mit der Weltwoche in Kontakt kommen müssen. Diese war den Studi zu rechtslastig. Der Plan hatte allerdings viel Staub aufgewirbelt und Widerstand provoziert.

Ein Jus-Student stellte einen Rückkommensantrag an den Studierendenrat und forderte die Aufhebung des umstrittenen Beschlusses. Der Rat lehnte jedoch den Antrag mit 12 gegen 10 Stimmen ab. Daraufhin hatte Studenten innerhalb eines Tages 215 gültige Unterschriften für ein Referendum gesammelt. 150 wären nötg gewesen.

Am Dienstagabend durften die Verfechter der Meinungs- und Pressefreiheit ihr Anliegen dem Studierendenrat vortragen. Sie taten das offenbar sehr überzeugend: Der Studierendenrat habe daraufhin seinen Beschluss mit 16 gegen 3 Stimmen und einer Enthaltung revidiert, heisst es in einer Mitteilung der Skuba vom Mittwoch.

Die Skuba will die Debatte nun in eine Podiumsdiskussion tragen. Teilnehmen werden Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel, Chefredaktor der Weltwoche, Düzg ün Dilsiz, der ursprünglicher Initiant des Weltwoche-Antrags, und Markus Wild, Professor für theoretische Philosophie.

Die Podiumsdiskussion findet am 14 November um 19:00 Uhr in der Aula des Kollegienhauses der Universität Basel statt.

amu

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