Capleton-Konzert abgesagt

Der umstrittene jamaikanische Reggae-Sänger Capleton wird am Donnerstag nicht in der Kaserne Basel auftreten: Das Konzert wurde abgesagt wegen homophoben Äusserungen von Capleton in einem «Youtube»-Video.

Das Video lege nahe, dass Capleton im Dezemeber 2007 in Jamaica erneut homophobe Aussagen gemacht habe, teilte die Kaserne Basel am Dienstag mit. Damit habe Capleton gegen den «Reggae Compassionate Act» verstossen. Mit dessen Unterzeichnung hat sich der umstrittene Musiker zum Verzicht auf homophobe, rassistische und sexistische Äusserungen verpflichtet.

Auf das Video aufmerksam gemacht wurden die Verantwortlichen der Kaserne von der Berner Organisation «Stop Murder Music» und den «Homosexuellen Arbeitsgruppen Basel» (habs). Diese wehren sich seit längerem gegen das Konzert.

Kaserne war sensibilisiert

Die Kasernen-Leitung war sich nach eigenen Angaben von Anfang an der Problematik des Capleton-Auftritts bewusst. Die Buchung sei indes erst nach umfassenden Recherchen vorgenommen worden. Wichtige internationale Homosexuellenorganisationen hätten offiziell bestätigt, dass Capleton seine umstrittenen Texte seit Jahren nicht mehr vorgetragen habe.

Neben dem Konzert vom Donnerstag hat die Kaserne Basel auch eine für Freitag geplante Podiumsdiskussion abgesagt. An dieser wäre es im Zusammenhang mit Capleton um Gewalt, Drogen und Sexismus in der Popmusik gegangen.

jg/sda

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