Sterbehilfeorganisation handelt nicht selbstsüchtig

Laut Basler Staatsanwaltschaft konnte die Sterbehilfeorganisation Eternal Spirit die bei einer Freitodbegleitung anfallenden Kosten lückenlos belegen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Organisation der Baselbieter Ärztin Erika Preisig nicht weiter.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Organisation der Baselbieter Ärztin Erika Preisig nicht weiter.

(Bild: Boris Gygax)

Die in die Schlagzeilen geratene Sterbehilfeorganisation Eternal Spirit der Baselbieter Ärztin Erika Preisig hat laut der Basler Staatsanwalt nicht aus - vom Strafgesetz verbotenen - selbstsüchtigen Motiven gehandelt: Die Frage könne «eindeutig verneint» werden, teilte die Behörde nach Abklärungen am Montag mit.

Die Ermittlungen, welche die Staatsanwaltschaft aufgrund von Medienberichten im vergangenen August aufgenommen hatte, wurden jetzt mit einer Nichtanhandnahmeverfügung abgeschlossen.

Laut der Staatsanwaltschaft konnte die Sterbehilfeorganisation die bei einer Freitodbegleitung anfallenden Kosten lückenlos belegen. Zudem würden umfangreiche Arbeiten gar nicht verrechnet, und die verrechneten Arbeiten würden zu angemessenen Ansätzen in Rechnung gestellt. Auch komme ein allfälliger Überschuss nicht einzelnen Privatpersonen aus der Organisation zu.

Gemäss der Mitteilung hatte die Behörde Ermittlungen aufgenommen, nachdem Medien den Verdacht geäussert hatten, die Organisation bemesse die Kosten zu grosszügig. Auslöser war der Freitod einer 75-jährigen Britin gewesen, die in Basel Sterbehilfe in Anspruch nahm. Die Organisation hatte die Vorwürfe indes zurückgewiesen und der Staatsanwaltschaft ihre Unterlagen zur Verfügung gestellt.

amu/sda

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