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Spielplatz wird Anne Frank gewidmet

Die Nomenklaturkommission widmet ein Areal im Südosten des Erlenmattparks dem Holocaustopfer mit familiärem Bezug nach Basel.

Dieser Teil im Südosten des Erlenmattparks heisst jetzt Anne Frank-Platz.
Dieser Teil im Südosten des Erlenmattparks heisst jetzt Anne Frank-Platz.
Nicole Pont

Der Teil im Südosten des Erlenmattparks ist ein beliebter Treffpunkt und Spielplatz von Kindern und Jugendlichen. Gemäss einer Mitteliung des Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) erhält er den Namen Anne Frank-Platz. Die Nomenklaturkommission des JSD, sie ist für die Namensgebung von Strassen und Plätzen verantwortlich, sieht in diesem neu erschlossenen und belebten Gebiet ein «zukunftsgerichtetes Andenken» an eine Jugendliche, deren Lebensgeschichte aus der Zeit des Nationalsozialismus immer aktuell bleiben werde.

Die am 12. Juni 1929 geborene Anne Frank verstarb im Alter von 15 Jahren an einem nicht genau bekannten Tag im Februar beziehungsweise anfangs März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ihr Tagebuch erinnert als Zeugnis des Holocausts an die Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden während des «Dritten Reichs». Dieses sehr persönliche und dadurch so eindringliche Dokument aus der Feder einer Heranwachsenden entfaltet bis heute eine ungebrochene Wirkung – gerade auch auf Jugendliche, denen dadurch ein sehr wichtiges Stück Geschichte mit den zeitlos daraus zu ziehenden Konsequenzen auf eine zugängliche Weise vermittelt werden kann.

Vater lebte in Birsfelden

Anne Franks Tagebuch wurde auch von der Region aus verbreitet. Ihr Vater liess sich wenige Jahre nach Kriegsende in Birsfelden nieder, gründete in Basel den Anne Frank-Fonds und widmete sich mit weiteren in Basel ansässigen Verwandten dem Erhalt des Andenkens an das Schicksal von Anne Frank. Ihr Tod jährt sich in diesem Jahr zum 75. Mal. Dieser Anlass hat eine aktuelle Gelegenheit geboten, sich mit der Ehrung Anne Franks zu befassen.

Die Nomenklaturkommission hat ihren Namen schon seit längerem für die Benennung einer geeigneten Örtlichkeit vorgesehen. Auf ihren Antrag entschied nun der Vorsteher des Justiz- und Sicherheitsdepartementes, FDP-Regierungsrat Baschi Dürr, die Neubenennung des Platzes im Erlenmattpark. Damit wird auch ein Anliegen eines Anzugs von alt Grossrat Stephan Luethi-Brüderlin aus dem Jahr 2018 erfüllt.

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