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Sozialamt bezahlt Häftlingen die Wohnung

Rund 6000 Franken bezahlt Basel-Stadt monatlich für Miet- und Nebenkosten von Personen in Haft.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass bei zehn Prozent der Inhaftierten der Mietzins «während einer gewissen Dauer» übernommen wird. Als Richtwert gelten sechs Monate Gefängnis
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass bei zehn Prozent der Inhaftierten der Mietzins «während einer gewissen Dauer» übernommen wird. Als Richtwert gelten sechs Monate Gefängnis
Margrit Müller

Bei einem Gerichtsverfahren im September stand ein Deutsch-Brasilianer vor Gericht. Der Richter fragte den Mann, was mit seiner Wohnung passiert sei, da er seit rund neun Monaten in Untersuchungshaft sitze. Der Mann antwortete: «Die Wohnung bezahlt mir das Sozialamt.»

Dass die Basler Sozialhilfe für Häftlinge die Wohnungskosten übernimmt, ist kein Einzelfall, wie Leiter Rudolf Illes sagt. «Wir unterstützen monatlich rund 70 Personen, die in Haft sind», so Illes. Die Zahl schwankt allerdings von Monat zu Monat. Und nicht bei allen Häftlingen werden die Mietkosten übernommen. «Im Monat August haben wir bei sechs Personen, die in Haft sind, den Mietzins und die Neben­kosten getragen», sagt Illes. Dafür wurden rund 5600 Franken aufgewendet.

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