So wird das Zolli-Ozeanium aussehen

Der Zolli lässt die Katze aus dem Sack: Ein Zürcher Architekturbüro wird das für 2019 geplante Ozeanium auf der Heuwaage realisieren. Wir zeigen die ersten Modellbilder.

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«Seacliff» heisst das Siegerprojekt für das geplante Zolli-Ozeanium bei der Heuwaage. Der Entwurf stammt aus der Feder von Boltshauser Architekten aus Zürich. Der 60 bis 80 Millionen teure Bau soll – wenn alles nach Plan läuft – ab 2019 die Besucher in das für die Schweiz einzigartige Grossaquarium mitten in Basel locken.

«Das Ozeanium wird Steinenvorstadt, Heuwaage, Nachtigallenwäldeli und Zoo optimal miteinander verbinden», sagte ein hocherfreuter Zolli-Direktor am Dienstag vor den Medien. Mit Öffnungszeiten bis in die Nacht hinein und Gastroangeboten werde das Grossaquarium die Heuwaage zu einem lebendigen Treffpunkt aufwerten und den Zolli optimal ergänzen.

Umfassende Unterwasserwelt

Das umgesetzte Siegerprojekt wird rund 30 Aquarien mit Wasserständen von bis zu acht Metern und insgesamt 4‘000 Kubikmeter Wasser umfassen. Dabei entsteht auf 14‘000 Quadratmetern ein Lebensraum für Haie, Rochen, Karaken, Korallenriffe und Pinguine.

Auch Gezeitenzonen- und Mangrovenbewohner wird es zu sehen geben – schliesslich hat sich der Zolli zum Ziel gesetzt, mit einer grossen Auswahl an Meeresorganismen authentische Einblicke in die Welt des Ozeans zu ermöglichen. Für die Tiere des Rheins und der regionalen Gewässer sind ebenfalls Aquarien vorgesehen.

Viele spektakuläre Projekte eingereicht

Warum sich die Jury mit Vertretern des Basler Baudepartements, des Zollis sowie mehreren Architekten ausgerechnet für das Projekt «Seacliff» entschieden hat, erklärte Kantonsbaumeister Fritz Schumacher: «Die ausgewählte Architektursprache des Siegerprojekts entspricht mit ihrer Zurückhaltung am ehesten dem angestrebten Erscheinungsbild des Zoo Basel.» Es besetze die Heuwaage mit einem – im Vergleich zu den anderen Wettbewerbsarbeiten – kleineren oberirdischen Bauvolumen und biete so auch städtebaulich die beste Lösung. «Seacliff» umfasst insgesamt acht Stockwerke. Drei davon sind Untergeschosse, in denen ein Grossteil der Aquarien unterkommen wird.

«Die eingereichten Arbeiten haben insgesamt ein sehr hohes Niveau», freute sich Schumacher. Was er damit meint, zeigt sich bei Betrachtung der weiteren Projekte, welche zum Teil spektakuläre Bauten vorsahen (siehe Bildstrecke). So zum Beispiel das zweitplatzierte Projekt «Watergate» von HHF + Burckhardt Partner oder der «Blue Cave» von Zaha Hadid, der Architektin des verworfenen Stadtcasino-Projekts.

Voraussichtlich 2016 wird der Zoo Basel mit dem Bau des energieeffizienten Grossaquariums beginnen können. Drei Jahre später sollen die ersten Besucher die Unterwasserwelten im Ozeanium bestaunen können. Es wird die erste räumliche Ausdehnung des Zolli sein seit 1961 – und ein Fingerzeig in Richtung Innenstadt.

baz.ch/Newsnet

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