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So wird Basel die velofreundlichste Stadt der Schweiz

Die Basler Regierung plant verschiedene Massnahmen, um Basel zu einer richtigen Velostadt zu machen.

In der Basler Innenstadt braucht es zusätzliche Veloabstellplätze, findet der Regierungsrat.
In der Basler Innenstadt braucht es zusätzliche Veloabstellplätze, findet der Regierungsrat.
Henry Muchenberger

In kaum einer Schweizer Stadt ist Radfahren so populär wie in Basel. Nun will Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels Basel zur velofreundlichsten Stadt des Landes machen.

Die Voraussetzungen, dieses Ziel zu erreichen, schätzte Wessels am Dienstag vor den Medien als gut ein. Der SP-Regierungsrat - selbst ein überzeugter Radfahrer - beruft sich dabei auf zwei Umfragen von Pro Velo, die der Rheinstadt schon heute ein hohes Mass an Velofreundlichkeit bescheinigen.

So landete Basel in einer webgestützten Befragung von Velofahrern in 20 Schweizer Städten hinter Burgdorf, Winterthur, Chur und Zug auf dem fünften Rang. Gar den ersten Rang erreichte Basel zudem in einer repräsentativen Einwohnerumfrage unter den grossen Schweizer Städten, in die auch Bern, Zürich und Lausanne einbezogen wurden.

Schnell und sicher

Möglichkeiten, die Position Basels als Velostadt weiter zu verbessern, sieht Wessels unter anderem in neuen Direktverbindungen für Zweiradfahrer. Auf dem Velo soll man sicher und gleichzeitig schnell vorwärtskommen, findet der Bau- und Verkehrsdirektor.

Behoben werden soll auch der Mangel an Veloabstellplätzen. Solche fehlen laut Wessels insbesondere am Badischen Bahnhof, weshalb dort kurzfristig 15 Autoparkplätze in Veloabstellplätze umgewandelt werden sollen. Langfristig soll dagegen beim Badischen Bahnhof ein Veloparking mit 1200 Abstellplätzen gebaut werden. Spruchreif sei dieses Vorhaben jedoch nicht, sagte Wessels.

Zusätzliche Veloabstellplätze braucht es laut dem Regierungsrat auch in der Innenstadt. Ein wachsendes Bedürfnis sieht er zudem für bewachte Veloabstellplätze. Velodiebstahl und Vandalismus sorgen gemäss den Pro Velo-Studien auch bei den Basler Radfahrern oft für Ärger. So wurde auch Wessels Velo erst vor wenigen Wochen am Marktplatz gestohlen.

Kampagnen geplant

Obwohl der Anteil an Radfahrerinnen und Radfahren im Stadtkanton schon heute überdurchschnittlich hoch ist, sollen weitere Kreise der Bevölkerung mit Kampagnen für das Velo sensibilisiert werden. Namentlich Kindern und Jugendlichen soll das motorlose Zweirad als gesundes, cooles und nachhaltiges Fortbewegungsmittel schmackhaft gemacht werden.

Positiv beurteilt wird in den Umfragen das Basler Velowegnetz. Dieses soll dereinst 140 km lang sein und ist heute zu rund 90 Prozent realisiert. Vor dem Abschluss steht das Programm zur Öffnung von Einbahnstrassen für Velogegenverkehr. Von 656 Einbahn- Teilstücken sind heute 456 für Fahrräder geöffnet, weitere 18 sollen noch folgen.

SDA/amu

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