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Die Schule soll so normal wie möglich weitergehen

Trotz Zunahme der Corona-Fälle wird ab Montag der reguläre Schulbetrieb nach den Fasnachtsferien wiederaufgenommen.

Simon Erlanger
Mit #SeifenBoss gegen Corona: Marco Greiner, Conradin Cramer und Dieter Baur (v.l.n.r).
Mit #SeifenBoss gegen Corona: Marco Greiner, Conradin Cramer und Dieter Baur (v.l.n.r).
Kostas Maros

«Die Schule geht los. Der Schulbetrieb wird wie üblich am ­Montag nach den Ferien anlaufen», so der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer am Donnerstag vor den Medien. Der Entscheid fiel trotz der Zunahme der bekannten Corona-Fälle in den beiden Basel. So stieg die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, am Donnerstag weiter – in Basel-Stadt von drei auf acht, in Baselland von drei auf sechs.

Der Entscheid, den Unterricht Anfang nächste Woche wieder aufzunehmen, sei nach sorgfältiger Abwägung getroffen worden, so Conradin Cramer am Donnerstag vor den Medien. Basel-­Stadt folge damit der Empfehlung der Experten, die alle dafür plädierten, dass «so normal wie möglich» unterrichtet wird. Ausserdem befinde man sich im Einklang mit dem Bund und den anderen Kantonen. Überall werde der Unterricht an Schulen, Fachhochschulen und Universitäten regulär durchgeführt. Auch im Kanton Baselland beginnt am Montag der Unterricht regulär. Dies gab der Kantonale Krisenstab ebenfalls am Donnerstag bekannt.

Junge sind kaum gefährdet

«Aus schulärztlicher Sicht spricht nichts dagegen, dass am Montag der Unterricht wieder anfängt», sagte Markus Ledergerber, Leiter des Kinder- und Jugendgesundheitsdiensts im Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt. Allerdings müssen sichtlich kranke Schüler daheimbleiben. In die Schule zurückkehren dürfen sie erst, wenn sie beschwerdefrei und ohne Medikamente 24 Stunden fieberfrei sind.

Kinder und Jugendliche stellten die aktivsten Altersgruppen dar und seien damit dem Virus besonders ausgesetzt, betonte Vizestaatsschreiber Marco Greiner. Meist sei bei den Jungen der Krankheitsverlauf harmlos. Allerdings würden Kinder und ­Jugendliche das Virus zu den Eltern und Grosseltern tragen, die oft zu den Risikogruppen gehörten. Deshalb sind die Jungen Ziel einer speziellen, eigens von Basel-­Stadt ausgearbeiteten Präventionskampagne.

Unter dem Motto #SeifenBoss wollen die Behörden die Jungen zur Handhygiene erziehen. Die Kampagne solle lustvoll sein und nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommen, so Marco Greiner. Man wolle die Kinder und Jugendlichen in eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung im Kampf gegen das ­Virus einbeziehen, betont Ulrich Maier, Leiter der Mittelschulen Basel-Stadt.

Regelung gilt für beide Basel

Die beiden Basel hätten sich bezüglich Wiederaufnahme des Schulunterrichts abgesprochen, wie Conradin Cramer und Dieter Baur, Leiter der Basler Volksschulen, vor den Medien erklärten. Deshalb gelte in beiden Kantonen die gleiche Regelung, dass Schüler und Lernende sowie auch Lehrpersonen die Schule vorerst nicht besuchen, wenn sie in den Fasnachtsferien in einem Risikogebiete gereist seien (siehe Kasten).

Dieter Baur wies darauf hin, dass man für den allfälligen Ausfall von Lehrpersonen gewappnet sei. Dafür gebe es sogenannte Springer. Mit diesen werde der Unterricht sichergestellt.

Auch an der Universität Basel geht der Vorlesungsbetrieb ab nächster Woche normal weiter, wie Universitätssprecher Matthias Geering der BaZ erklärt.

Vorlesungen und Seminare unterliegen nicht den letzten Freitag vom Bundesrat erlassenen Einschränkungen für Veranstaltungen. Ausserdem wisse man an der Uni, wer die Veranstaltungen besuche, und könne allfällige Ansteckungsketten nachverfolgen.

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