Sex-SMS des BVB-­Direktors sind eindeutig

Der fristlos entlassene BVB-­Direktor Jürg Baumgartner versucht, seine Verfehlungen schönzureden. Die Stossrichtung seiner Sex-Bilder ist aber unmissverständlich.

Stalker oder Casanova? Jürg Baumgartner behauptet, keine Mitarbeiterinnen belästigt zu haben – die verschickten Bilder sprechen eine andere Sprache.

Stalker oder Casanova? Jürg Baumgartner behauptet, keine Mitarbeiterinnen belästigt zu haben – die verschickten Bilder sprechen eine andere Sprache.

(Bild: Mischa Christen)

Jürg Baumgartner ergreift die Flucht nach vorn und versucht sich vom Verdacht der sexuellen Belästigung zu befreien. In der «bz Basel» werden ­anonyme «BVB-nahe Quellen» zitiert, «Baumgartner habe nicht x-beliebigen Mitarbeiterinnen anzügliche Fotos und SMS geschickt, sondern nur solchen, mit denen er eine Liebschaft hatte». Dadurch soll der Anschein erweckt werden, die Frauen hätten beim regen SMS-Verkehr freiwillig mitgemacht.

Wer diese «BVB-nahen Quellen» sind, führt die bz nicht näher aus. Sie hat offensichtlich auch keine Kenntnis vom Inhalt der SMS und Handy-Fotos, die Baumgartner verschickt hat. Doch der Verlauf des SMS- und MMS-Verkehrs – den die BaZ kennt – zeigt genau, wie Jürg Baumgartner von ersten Komplimenten zu unverhohlenen Sexwünschen wechselte und diese mit Intimfotos unterstrich. Dem Wunsch einer bedrängten Mitarbeiterin, nur noch geschäftlich mit ihm verkehren zu wollen, kam der damalige BVB-Chef nicht nach. Die Frau musste schliesslich sogar ihre Telefonnummer wechseln.

Jürg Baumgartner war durch die Veröffentlichung des Berichts der Finanzkontrolle in Bedrängnis geraten. Der Aufforderung, ebenso wie Verwaltungsratspräsident Martin Gudenrath zurückzutreten, folgte er nicht. Erst als einige Details des Berichtes und schliesslich die SMS und Fotos an Mitarbeiterinnen bekannt wurden, trennten sich die BVB von ihm.

Basler Zeitung

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