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Selbst ernannte Heiler wollen Schwule therapieren – bis zum Trauma

In Deutschland wird über ein Verbot von Therapien gegen Homosexualität diskutiert. Auch in der Region begeben sich Männer in die Hände von sogenannten Schwulen-Heilern.

Nina Jecker
Gottes Geschöpfe oder teuflische Sünder? Schwule demonstrieren an der Gay Pride in der Zürcher Innenstadt für Gleichberechtigung und Akzeptanz. Foto: Urs Jaudas
Gottes Geschöpfe oder teuflische Sünder? Schwule demonstrieren an der Gay Pride in der Zürcher Innenstadt für Gleichberechtigung und Akzeptanz. Foto: Urs Jaudas

Sie heissen Konversionstherapien, Reorientierungstherapien oder tauchen ganz unverdächtig als «Seminare zur sexuellen Selbstbestimmtheit» auf. Da­hinter steckt meist dasselbe: die Haltung, dass man sich seine ­sexuelle Orientierung selbst aussuchen könne, Homosexualität also frei gewählt und daher heilbar sei. Die meisten solcher ­Therapien finden in einem freikirchlichen Umfeld statt; dort, wo Schwule und Lesben als ­Sünder angesehen werden, die zu ihrem eigenen Besten wieder auf den richtigen Pfad gebracht werden müssen. Diese Bekehrungsversuche stossen jedoch international auf Widerstand. Kritiker lehnen sie nicht nur als unwirksam, sondern als gefährlich für die Gesundheit der Betroffenen ab.

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