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Schwarze Schafe unter schmucken Heidschnucken

Nachwuchs bei der grau gehörnten Schafrasse im Basler Zolli. Die Tierart ist ein wichtiger Helfer der Bienen.

Kleine Schwarze unter grossen Silbergrauen: die Heidschnucken. Foto: Zoo Basel
Kleine Schwarze unter grossen Silbergrauen: die Heidschnucken. Foto: Zoo Basel

Sie sind insgesamt drei und durchwegs schwarz: die jungen Heidschnucken in Basels Kinderzolli. Die schwarze Färbung ist typisch für die Lämmer dieser Schafrasse. Nach einigen Monaten beginnt sich ihr Fell langsam braun zu verfärben. Und im zweiten Jahr erhalten sie die rassetypische silbergraue Färbung. Beine, Kopf und Brustlatz bleiben hingegen schwarz.

Der Name «Schnucke» stammt von mittelhochdeutschen «schnöckern», was so viel wie «naschen» heisst. Und dass sie Heidschnucken heissen, bezieht sich darauf, dass die Schafe seit Jahrhunderten in der Lüneburger Heide gehalten werden und eigentliche Landschaftspfleger sind. Sie fressen die grünen Triebe der Heidepflanze, wodurch diese neue Triebe bildet und sich so verjüngt. Bei ihrer Wanderung zerstören sie mit ihren Beinen die Spinnweben im Heidekraut und erleichtern damit den Bienen den Zugang zu den Blüten. Die Bienen wiederum sorgen dank der Bestäubung der Blüten dafür, dass die Nahrungsgrundlage der Heidschnucke erhalten bleibt.

Widerstandsfähig

Die Heidschnucke ist eine widerstandfähige, genügsame Rasse. Sie stammt vermutlich von den Mufflons in Sardinien und Korsika ab. Früher wurde sie in grosser Zahl gehalten und war für die Bauern ein wichtiger Fleisch-, Wolle- und Düngerlieferant. Heute ist die Wolle längst nicht mehr konkurrenzfähig: Bei der Schur einer Heidschnucke fallen zwei bis viereinhalb Kilo Wolle an, bei einem Merinoschaf dagegen bis zu viermal so viel und in feinster Qualität.

Die Mütter der drei in den letzten Wochen im Basler Zolli geborenen Heidschnuckenlämmer sind Hincha, Jula und Haista. Ihr Vater ist Schafbock Joki.

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