Zum Hauptinhalt springen

Schüler sollen in Französisch baden

Das Lehrmittel «Mille feuilles» stösst bei Eltern und Lehrern auf Kritik. Anstatt Wörter auswendig zu lernen, sollen Schüler über die Sprache nachdenken.

Spielerischer Einstieg in die Fremdsprache: «Mille feuilles» lehre die Kinder an einen Text heranzugehen, ohne alles zu verstehen, sagt ein Schulleiter.
Spielerischer Einstieg in die Fremdsprache: «Mille feuilles» lehre die Kinder an einen Text heranzugehen, ohne alles zu verstehen, sagt ein Schulleiter.
Keystone

Sandra darf in der Französischstunde singen, Geschichten lauschen und viel am Computer sitzen. Doch ein Coca-Cola in den Ferien kann sie auch nach einem Jahr Unterricht nicht bestellen. Ähnlich bei Simon. Er scheitert kläglich, wenn er in Südfrankreich nach dem Weg fragen muss.

Nun gehen Basler Eltern auf die Barrikaden. An verschiedenen Primarschulen, so etwa im Sevogel-Schulhaus sowie in Bettingen und Riehen, stand das neue Lehrmaterial in der Kritik. «Ich halte ‹Mille Feuilles› für ein problematisches Lehrmittel. Es ist zeitintensiv und komplex und die Kinder wissen nicht, wie sie üben sollen», sagt Andrea Pfleiderer, Mutter von drei Kindern und Gerichtsschreiberin am Appellationsgericht Basel. Sie befürchtet, dass die mit «Mille feuilles» unterrichteten Kinder beim Übertritt an eine Mittelschule leistungsmässig hinterherhinken werden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.