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Schon wieder eine junge Frau vergewaltigt

In der Nacht auf Sonntag wurde eine junge Frau im Kleinbasel Opfer einer Vergewaltigung. Obwohl die Polizei rasch informiert wurde, ist der Täter flüchtig.

Ort des Geschehens: In der Nähe der Liegenschaft 87 an der Hammerstrasse.
Ort des Geschehens: In der Nähe der Liegenschaft 87 an der Hammerstrasse.
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Ein Unbekannter hat am Sonntagmorgen gegen 4.15 Uhr in Basel eine junge Frau vergewaltigt. Sie war in der Hammerstrasse Richtung Claramatte unterwegs. Der Täter sprach sie an, packte sie und verging sich an ihr in einem Gebüsch. Danach ergriff er die Flucht. Die Tat setzt eine Reihe ähnlicher Delikte in Basel fort.

Wie die Basler Staatsanwaltschaft mitteilte, bat das Opfer am frühen Sonntagmorgen nach der Tat einen Passanten um Hilfe, der die Polizei rief. Die Fahndung nach dem Täter blieb bis am Nachmittag erfolglos. Nach Angaben der Frau soll es sich um einen Nordafrikaner handeln. Er trug eine Jacke mit weissem, dreieckigem Emblem auf der Brust. Die Polizei sucht Zeugen.

Bereits viele Vergewaltigungen in diesem Jahr

Bereits in den vergangenen Wochen und Monaten ereigneten sich in Basel immer wieder Sexualdelikte im öffentlichen Raum. Ende April hat ein Unbekannter am Rheinbord eine jüngere Frau mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Wenige Tage später griff ebenfalls ein Unbekannter eine junge Frau bei der Dreirosenbrücke an und nötigte sie sexuell.

Ein ähnliches Schicksal hatte eine Frau im Gundeldingerquartier einige Tage zuvor ereilt. Ein Unbekannter stieg zu ihr in den Lift und zwang sie zu sexuellen Handlungen. Bereits zur Fasnachtszeit Ende Februar war eine junge Frau vergewaltigt worden. Fasnächtler konnten den 43-jährigen mutmasslichen Täter aus Marokko festhalten. Im März waren Frauen unter anderem im Tram und an einer Tramhaltestelle attackiert und genötigt worden.

Polizei sieht keinen Zusammenhang

Zwischen diesen Delikten sehen Staatsanwaltschaft und Polizei von Basel-Stadt keinen Zusammenhang, wie Kriminalkommissär René Gsell auf Anfrage sagte. Auch von einer Häufung will er noch nicht sprechen. Basel sei eine grosse Stadt.

Bei der Kommunikation von Sexualdelikten orientiert sich die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt laut Gsell an der Schweizerischen Strafprozessordnung. Artikel 74 hält unter anderem fest, dass die Öffentlichkeit informiert werden kann, damit die Bevölkerung bei der Fahndung nach Verdächtigen mitwirkt.

Sei der Täter bekannt, werde grundsätzlich nicht informiert, sagte Kommissär Gsell. Wenn eine Information aber für den Fahndungserfolg aussichtsreich erscheine, werde orientiert. Dies treffe auch im Fall der am Sonntag vergewaltigten Frau zu. Da der Täter ein auffälliges Emblem getragen habe, bestehe die Chance, dass ihn jemand wiedererkenne.

SDA/lub

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