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Rückzugsschlacht in der Orthopädie

Das Basler Unispital geht gegen unnötige Operationen vor – wirklich etwas bewirken kann nur Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger.

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger steht vor einer kniffligen Aufgabe. Foto: Florian Bärtschiger
Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger steht vor einer kniffligen Aufgabe. Foto: Florian Bärtschiger

Das Unispital Basel schafft den Ärzte-Bonus in der Orthopädie ab. Damit soll ein Fehlanreiz für unnötige Operationen wegfallen. Doch die Massnahme wird weder das Problem der unnötigen Operationen lösen noch die Gesundheitskosten positiv beeinflussen.

Unbestreitbar hat Unispital-Chef Werner Kübler mit der Neuerung ein Versprechen vom Sommer eingelöst. Obwohl: Gerade in Spitälern wie dem Unispital haben die Ärzte einen Fixlohn. Sie verdienen nicht per se mehr, je mehr sie operieren. Mit den allgemein versicherten Patienten lässt sich sowieso nicht mehr viel Gewinn erwirtschaften. Mit den Privatpatienten hingegen schon: Die Operation kostet gleich viel, doch das Spital kann mehr abrechnen. Alle Spitäler buhlen um dieses lukrative Segment. Mit ihnen macht man Geld. Sie sind einem ungemein höheren Risiko ausgesetzt, unnötig unter dem Messer zu landen.

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