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Roche prüft Bau von zweitem Turm

Der Basler Pharmariese Roche wächst zu schnell – das im Bau befindliche Hochhaus reicht bereits nicht mehr aus, um die künftigen Platzbedürfnisse zu stillen.

Bekommt der Rocheturm Gesellschaft? Der «Bau 74» links des 2015 fertiggestellten «Bau 1» könnte dereinst einem neuen Hochhaus weichen.
Bekommt der Rocheturm Gesellschaft? Der «Bau 74» links des 2015 fertiggestellten «Bau 1» könnte dereinst einem neuen Hochhaus weichen.
Joël Gernet

Christoph Brutschin ist sehr zufrieden: «Das ist ein weiteres starkes Zeichen für den Standort Basel. Ansonsten würde man nicht solche Investi­tionspläne wälzen», sagt der Basler Wirtschaftsminister. Gestern ist bekannt geworden, dass das Pharmaunternehmen Roche bereits den Bau eines zweiten Turms prüfe.

Die NZZ am Sonntag beruft sich dabei auf dem Unternehmen nahestehende Personen. Wenig überrascht zeigt sich Baudirektor Hans-Peter Wessels. Immerhin ermögliche der vom Grossen Rat abgesegnete Bebauungsplan der Firma Roche für das Areal eine entsprechende Weiterentwicklung.

Der Turm wird nicht reichen

Noch befindet sich das 178 Meter grosse Büro-Hochhaus von Roche im Bau. In der zweiten Jahreshälfte 2015 sollen die Mitarbeiter die 41 Etagen beziehen. Doch bereits jetzt ist klar, dass das künftig höchste Gebäude der Schweiz nicht reichen wird, um alle ­Bürokräfte unterzubringen. Denn alleine 2013 stellte der Konzern im Raum Basel 700 Mitarbeitende ein. In den letzten drei Jahren wurden am Roche-Hauptsitz insgesamt über 1400 Stellen neu geschaffen.

Grundsätzlich halte Roche am Ziel fest, alle Büros auf dem Werkareal zu konzentrieren, erklärt ­Sprecherin Silvia Dobry. Heute sitzen mehr als 2000 Mitarbeitende in angemieteten Räumen über die ganze Stadt verteilt. Dobry bestätigt auf Anfrage der Basler Zeitung, dass der Pharmakonzern auf seinem Areal rund um den im Bau befindlichen Turm (Bau 1) noch weiter ausbauen will.

In die Breite kaum mehr Spielraum

Konkret soll der Bau 74 an der Grenz­acherstrasse als Nächstes saniert oder abge­rissen werden, um einem Neubau zu weichen. Explizit verneint Dobry nicht eine weitere Turmvariante. «Die Dimension wird aber nicht die ­gleiche sein wie die von Bau 1.» In die Breite habe man baulich aber nicht mehr viel Spielraum.

Regierungsrat Brutschin sieht der weiteren Entwicklung mit Spannung entgegen. «Wir gehen davon aus, dass Roche auch ein zweites Hochhaus ähnlich sorgfältig planen würde wie bereits das jetzt im Bau befindliche», sagt er. Daher rechne er aus heutiger Sicht bei einer Konkretisierung der Pläne nicht mit grösseren Problemen. Roche habe sich immer sehr gesprächsbereit gezeigt.

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