Quartierverein will Basler Hafen-Terminal verhindern

Gegen das geplante trimodale Rheinhafen-Terminal «Gateway Basel Nord» wehrt sich ein Quartierverein mit Anzeigen. Die Risiken der Grossschifffahrt seien zu gross.

Das neue Terminal soll Ende 2020 in Betrieb genommen werden.

Das neue Terminal soll Ende 2020 in Betrieb genommen werden.

(Bild: Florian Bärtschiger)

«Wegen rechtswidrigen Untätigbleibes» hat der Dorfverein Pro Kleinhüningen letzte Woche aufsichtsrechtliche Anzeige erhoben gegen die baselstädtische Kontrollstelle für Chemie- und Biosicherheit sowie gegen das Baselbieter Sicherheitsinspektorat, wie er am Montag mitteilte. Konkret fordert er Limiten für Transport und Lagerung von Gefahrgut.

Mit Verweis auf einen schlagzeilenträchtigen Brand alter Bahnschwellen, die im Basler Hafenareal gelagert waren, vom Juli sowie nicht präzisierte «diverse Risikoberichte» erinnert er an die Gefahren für die Anwohnerschaft rund um den Hafen. Darum sei «jeglicher Ausbau von Transport- und Lagerkapazitäten zu untersagen».

Das geplante Terminal koste das schon stark belastete Basler Quartier Grünflächen und ein Naturschutzgebiet. Derweil sei im Zürcher Limmattal ein Terminalprojekt gestoppt worden, das mehr Gefahrgütertransporte dorthin gebracht hätte.

Bund finanziert erste Etappe/b>

Das Basler Terminal soll Ende 2020 in Betrieb genommen werden. Es umfasst unter anderem sechs Ladegeleise für Züge bis 745 Meter Länge, drei Portalkräne, Abstellflächen und ein Gefahrgutlager. Die Anlage ist an die Nord-Süd-Hauptachse der Eisenbahn und an die Autobahn A2 angebunden.

Der Bund hatte im Juli entschieden, die erste Etappe des Projektes Basel Nord mehrheitlich zu finanzieren. Gegen diese Bundesgelder hat eine Containerfirma Ende September Rekurs eingereicht; es argumentiert unter anderem mit dem Wettbewerbsrecht und Freihandelsbestimmungen.

Den Bundesanteil an den Kosten der Etappe für den Umschlag Strasse-Schiene von insgesamt 130 Millionen Franken hatte das Bundesamt für Verkehr (BAV) auf 83 Millionen beziffert. Später soll ein neues, drittes Hafenbecken auch noch den Rhein anbinden; dieses soll zwischen Eisenbahn und Autobahn ausgehoben werden.

amu/sda

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