Zum Hauptinhalt springen

Parkplätze für das Westfeld

Der Umkreis des Felix-Platter-Areals leidet an einer akuten Parkplatzmisere. Mit 200 neuen Parkplätzen für geschätzte 2000 Neuzuzügern wird sich dieses Problem akzentuieren.

Im Umkreis des Felix-Platter-Areals mangelt es an Parkplätzen.
Im Umkreis des Felix-Platter-Areals mangelt es an Parkplätzen.
Wohnen&mehr ©nightnurse images

Unter dem Namen Westfeld wird in den nächsten Jahren auf dem Areal des Felix-Platter-Spitals ein neues Quartier realisiert. Die damit verfolgten Absichten wie lebenswerte Nachbarschaft, neue Wohnmodelle und ein Schwerpunkt Wohnen im Alter sind interessant, lassen aber einen wesentlichen Punkt vermissen: die Problematik der Parkplätze. Mit vertretbarem Aufwand kann als Mitnahmeeffekt auch für den grösseren Umkreis des neuen Quartiers das Problem der fehlenden Parkplätze deutlich vermindert werden.

Der Umkreis des Felix-Platter-Areals leidet an einer akuten Parkplatzmisere. Mit den im Westfeld in wenigen Jahren entstehenden 500 neuen Wohnungen und nur gerade 200 neuen Parkplätzen wird sich dieses Problem akzentuieren. 200 Parkplätze für geschätzte 2000 Neuzuzüger (500 Wohnungen mal 3 bis 5 Personen pro Wohnung) sind deutlich zu wenig. Die Projektentwickler argumentieren mit dem guten Anschluss an den ÖV, sodass «der grösste Teil der Bewohner auf ein Auto verzichten wird». Hier ist eindeutig der Wunsch der Vater des Gedankens.

Sich nur gerade auf Parkplätze für Neuzuzüger zu beschränken, ist kleinlich gedacht.

Unterschlagen wird, dass zum Beispiel gerade ältere Menschen mehr Besuch erhalten, von Verwandten abgeholt oder wieder zurückgebracht werden. Gesprochen wird von Alterswohnungen mit Service, aber offensichtlich nicht bedacht wird, dass zumindest ein Teil dieses Service Mobilität von und nach aussen benötigt. Diese werden dann im Suchverkehr in den anliegenden Quartierstrassen geparkt werden.

Auch das geplante Kleingewerbe darf nicht eingeengt werden mit der Auflage, dass die Kundschaft einzig und allein mit dem ÖV anreisen soll. Ein Quartier lebt von seiner Erreichbarkeit und diese Erreichbarkeit hauptsächlich auf den ÖV zu konzentrieren, schränkt seine Entwicklungsmöglichkeiten von vorne herein ein. Dazu kommen noch Autoparkplätze für Spitalbesucher des Felix-Platter-Spitals und für die Mitarbeiter, welche schon heute 40 Parkplätze beanspruchen.

Mit dem Westfeld eröffnet sich die einmalige Chance, drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Parkplätze für Bewohner, Parkplätze zum Mieten und ein öffentliches Parking für Kurzzeitparkierer. Bei dieser Überbauung wird zwangsläufig tief in den Boden hinabgegraben und bei einer solchen einmaligen Gelegenheit ist es wichtig und richtig, im grossen Rahmen zu denken – sich nur gerade auf Parkplätze für Neuzuzüger zu beschränken, ist kleinlich gedacht. Wenn der Boden schon tief hinunter aufgegraben wird, sind weitere Parkplätze kein technisches, sondern nur noch ein organisatorisches Problem – und eine Frage des guten Willens und ein Zeichen der guten Zusammenarbeit mit dem Kannenfeld-Quartier.

Ich erwarte konkrete und positive Antworten von der Projektleitung und den Behörden.

Ich fordere die Projektleitung deshalb auf, zusammen mit den Behörden ein solches trimodales Untergrundparking zu planen und zu realisieren. Konkret erwarte ich: eine deutliche Erhöhung der Parkplätze für Neuzuzüger, ein Quartierparking zu marktkonformen Preisen und eine grosszügig konzipierte Parkfläche für Kurzzeit-parkierer.

Damit wird nicht nur das neue Quartier aufgewertet, sondern auch sein gesamtes Umfeld erfährt eine deutliche Erleichterung der Parkplatzfrage. Ich erwarte konkrete und positive Antworten von der Projektleitung und den Behörden.

Beat K. Schaller ist Grossrat der SVP Basel-Stadt. Er schrieb unter der Rubrik Einspruch in der heutigen BaZ-Ausgabe.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch