Neues Parkhaus unter dem Landhof geplant

Das Bau- und Verkehrsdepartement hat festgestellt, dass die Parkplatzsituation im Wettsteinquartier «angespannt» sei. Nun soll ein Quartierparking mit 200 Plätzen Abhilfe schaffen.

So wird das Areal dereinst aussehen. Unter dem Rasen soll ein Parkhaus für die Anwohner gebaut werden.

So wird das Areal dereinst aussehen. Unter dem Rasen soll ein Parkhaus für die Anwohner gebaut werden.

Unter dem Landhof-Areal soll ein eingeschossiges, rund 200 Plätze umfassendes Quartierparking für die Anwohner im Wettsteinquartier gebaut werden. Das Parking soll über den Kreisel Wettsteinallee/Riehenring an das umliegende Strassennetz angebunden werden, mit jeweils einer Spur für die Ein- und Ausfahrt.

Grund für das Bauvorhaben ist die angespannte Parkplatzsituation, an der der Kanton alles andere als unschuldig ist. In den letzten Jahren sind zahlreiche Parkplätze ersatzlos abgebaut worden, immer wieder aus anderen Gründen. In der Wettseinallee sollen Beispiel rund 10 Parkplätze abgebaut werden, um Platz für mehr Bäume zu schaffen.

Erhöhte Nachfrage

Nun hat die Basler Regierung festgestellt, dass im Quartier rund um den Landhof die Nachfrage nach Parkraum in den letzten Jahren markant zugenommen habe, wie das Basler Bau- und Verkehrsdepartement am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt. «Insbesondere in den Zeiten unter der Woche zwischen 7.00 und 9.00 Uhr besteht eine erhöhte Nachfrage nach Parkplätzen, da viele Anwohnende noch nicht zur Arbeit gefahren, aber Mitarbeitende sowie Besucherinnen und Besucher der umliegenden Firmen bereits auf Parkplatzsuche im Quartier sind.»

Auch in der übrigen Zeit seien die Parkplätze in der Umgebung des Landhofs stark belegt. Eine Umfrage habe zudem ergeben, dass in diesem Gebiet bei privaten Parkplatz-Anbietern relativ lange Wartelisten bestehen. In Zukunft dürfte es nicht besser werden, sind im Quartier doch einige Bauvorhaben in Planung.

Keine Mehrbelastung für Verkehrsnetz

Eine Untersuchung über die verkehrliche Leistungsfähigkeit habe ergeben, «dass die Mehrbelastung keine nennenswerten Auswirkungen auf das umliegende Verkehrsnetz hat».

Weil es schon jetzt zuwenig Privatparkplätze im Quartier gebe, habe der Regierungsrat entschieden, «auf eine Kompensation der neu erstellten unterirdischen Parkplätze im öffentlichen Raum zu verzichten». Das heisst: die letzten verbleibenden Parkplätze auf den Quartierstassen sollen bestehen bleiben.

Das Parkhaus soll von einem privaten Investor finanziert, gebaut und betrieben werden und müsse mit dem Projekt zur Öffnung und Neugestaltung des Landhofs koordiniert werden. Die Rasenfläche werde nach dem Bau des Parkings wiederhergestellt, die Stehtribüne werde nicht beeinträchtigt.

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