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Neubau zum Klinikum 2 wird konkreter

Am Donnerstag wurde der Bebauungsplan zum neuen Klinikum 2 des Basler Universitätsspitals vorgestellt. Dabei erklärten die Verantwortlichen auch, warum das umstrittene Hochhaus in ihren Augen unerlässlich ist.

Bauabstände wurden aufgeweitet, die Notfallstation-Zufahrt geändert und Fassaden retuschiert.
Bauabstände wurden aufgeweitet, die Notfallstation-Zufahrt geändert und Fassaden retuschiert.
Maaars Architektur Visualisierungen
Blick von der Dreirosenbrücke.
Blick von der Dreirosenbrücke.
Maaars Architektur Visualisierungen
So sieht das Klinikum 2 von der Mittleren Brücke aus aus.
So sieht das Klinikum 2 von der Mittleren Brücke aus aus.
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Der Bebauungsplan für das neue Klinikum 2 des Basler Universitätsspitals (USB) wird ab 31. März öffentlich aufgelegt. Die Planauflage ist die erste Nagelprobe für das 700-Millionen-Projekt samt umstrittenem 60-Meter-Hochhaus. Noch 2014 soll der Grosse Rat entscheiden.

Das Neubauprojekt der Zürcher Architekten giuliani.hönger ag, das aus einem Wettbewerb hervorgegangen war, soll den unsanierbar veralteten Betonklotz am Petersgraben von 1974 ersetzen. Kaum erkoren, war das Projekt vor allem wegen eines Hochhauses im Spitalgarten kritisiert worden, das die Altstadtsilhouette markant überragt.

Seit der Präsentation im letzten Mai sind manche Bauabstände aufgeweitet, die Notfallstation-Zufahrt geändert und Fassaden retuschiert worden, wie Verantwortliche am Donnerstag vor den Medien ausführten. Der umstrittene Turm wurde leicht in den Garten versetzt, bleibt aber zentraler Teil des Projektes - er erlaubt den etappierten Bau bei voll laufendem Spitalbetrieb.

Hochhaus unvermeidlich

Das Hochhaus, knapp 20 Meter höher als der bestehende Klinikum-2-Bau, sei der Preis für ein spitzenmedizinisches Zentrum in der Stadt, sagte Gesundheitsdirektor Carlo Conti drohend. Kantonsbaumeister Fritz Schumacher sagte, eine Alternative zu einem Hochhaus sei nicht in Sicht; beim Wettbewerb habe keine Eingabe ohne solches die Vorgaben erfüllt.

Schumacher bemühte sich, denkmalschützerische Verbesserungen des aktuellen Projektstands gegenüber Wettbewerb und Altbau heraus zu streichen: Die geschützten Bauten Predigerkirche am Totentanz und Markgräflerhof an der Hebelstrasse würden «entlastet». Baudirektor Hans-Peter Wessels sprach von einem «massiven Fortschritt gegenüber der heutigen Situation».

Nach der Auflagefrist wird die Regierung über Einsprachen entscheiden. Kommt das Projekt dann im Parlament durch, könnte gegebenenfalls eine Volksabstimmung im Jahr 2015 stattfinden. Danach läuft das konkrete Baubewilligungsverfahren ab. Der Baubeginn ist für 2017 vorgesehen, die Inbetriebnahme zehn Jahre später.

Life-Science-Hintergrund

USB-Verwaltungsratspräsident Michel Plüss sagte, das K2-Projekt «soll rege diskutiert werden», denn das Volk solle es ja mittragen. Im Vordergrund steht für Spitalleitung und Regierung indes nicht das Stadtbild, sondern die Gesundheitsversorgung im Verbund mit der Life Science-Forschung - nicht zuletzt als zentraler Wirtschaftsfaktor.

Der «Masterplan Campus Gesundheit» für das USB-Areal sieht zwischen 0,95 und 1,2 Milliarden Franken Gesamt-Erneuerungskosten vor. Das verselbständigte USB muss diese Mittel selber beschaffen. Die 700 Millionen Kosten für den K-2-Neubau sind erst eine Schätzung; genauere Zahlen bringt die 2016 vorgesehene Baubewilligungs-Eingabe.

SDA/jg

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