Natursee: Wildromantisch abenteuerlich

Am Bergsee in Bad Säckingen erlebt man eine Bilderbuchidylle – inklusive erhöhtem Adrenalinspiegel.

Der Bergsee lädt zwar nicht zum Baden, aber zum romantischen Verweilen ein.

Der Bergsee lädt zwar nicht zum Baden, aber zum romantischen Verweilen ein.

(Bild: Pino Covino)

Auf 382 Meter über Meer liegt er da – idyllisch und umsäumt von einem Mischwald: Der Bergsee in Bad Säckingen (D).

Um eines gleich vorwegzunehmen: Im 13 Meter tiefen Natursee darf nicht gebadet werden. Dafür kann man ihn gemütlich spazierend auf einem Naturweg umrunden, die frische Waldluft einatmen, Libellen und Fische beobachten und dem Gesang der Vögel lauschen. Und hin und wieder auf einer Holzbank eine Pause einlegen und einfach geniessen. Oder lesen. Zum Beispiel den «Trompeter von Säckingen» – das berühmte lange Gedicht des deutschen Dichters und Schriftstellers Joseph Victor von Scheffel.

Die Geschichte erzählt von der Liebe eines Bürgerlichen im 17. Jahrhundert zu einer Adels­dame. Sie können nicht zusammenkommen. Nach viel Leid und Irrwegen gibt es schliesslich das, was man heute ein Happy End nennt: Die unverbrüchliche Liebe wird durch Heirat und fünf gemeinsame Kinder gekrönt.

Durch den Literaten kam der Bergsee übrigens zu seinem Namen – zuvor wurde er Schwarzsee oder Stadtsee genannt.

Tretboot fahren und klettern

Wer sich nicht nur am, sondern auch auf dem Wasser bewegen möchte, kann bei Klaus und Anita Fröhlich ein Tretboot mieten. Das Ehepaar betreibt den Bootsverleih und das dazugehörige Bergseerestaurant seit 48 Jahren. Mittlerweile hat ihr Sohn den Gastrobetrieb übernommen – Klaus Fröhlich kümmert sich um die Boote – sein Rentnerjob, wie er fröhlich lachend sagt.


Mit farbigen Tretbooten den Natursee erobern. Foto: Pino Covino

Wer nebst aller Idylle und Entspannung noch etwas Action braucht, bekommt auch dazu die Möglichkeit: Kürzlich wurde am nordöstlichen Ende des Bergsees der Kletterwald «Hochempor» eröffnet. Auf sechs verschiedenen Parcours können Kinder und Erwachsene ihr Klettergeschick in einem hübsch arrangierten Hochseilgarten beweisen und sich in schwindelerregende Höhen begeben. Der Pulsschlag lässt sich danach bei einem Glace, Picknick oder im Café Restaurant Bergsee wieder normalisieren.


Den Action-Kick gibts im neuen Kletterwald. Foto: Pino Covino

In einer losen Serie stellt die ­«Basler Zeitung» Ausflugstipps im Dreiland vor. Zuletzt erschienen: Kloster Schönthal am 8.7.2019

Basler Zeitung

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