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Nach der Razzia geht das juristische Poker los

Die Polizei stürmte vorgestern einen Basler Pokerclub. Wie illegal die dort praktizierte Spielmethode ist, ist noch Gegenstand von Gerichtsverfahren.

«Wir agieren nicht illegal im Verborgenen, sondern transparent und offiziell», erklärt Dennis Esen, Betreiber des «Other Poker»-Clubs an der Reinacherstrasse. Zusammen mit seinem Anwalt Jascha Schneider ist er der Meinung, dass die Poker-Art, die in seinem Club betrieben wird, mehr mit Geschicklichkeit als mit Glück zu tun hat. Sie sei daher legal.

Das sieht allerdings die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) anders. In ihrem Auftrag tauchte am Mittwochabend während eines Pokerturniers die Polizei in Esens Lokal auf. «Geschätzte 30 bewaffnete Polizisten stürmten zu uns herein», sagt Raphael Vogel, stellvertretender Geschäftsführer. Sie beschlagnahmten Dokumente, Geld, Computer und 18 Spieltische. Alle rund 50 Turnierteilnehmer seien befragt und nach drei Stunden freigelassen worden. «Verdacht auf Widerhandlung gegen das Glücksspielgesetz», stand im Durchsuchungsbefehl. Die Polizei spricht in einer Mitteilung von «Hinweisen, dass dort illegale Pokerspiele durchgeführt werden».

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