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«Morgestraich - vorwärts marsch!»

Zehntausende waren zum Auftakt der drei Fasnachtstage in den Basler Gassen und aufe den Strassen der Innenstadt und genossen den Morgenstraich.

Zehntausende genossen den Auftakt zu den «drey scheenschte Dääg» in Basel.
Zehntausende genossen den Auftakt zu den «drey scheenschte Dääg» in Basel.
Keystone
Das Sujet Burka war auf den Laternen nicht zu übersehen.
Das Sujet Burka war auf den Laternen nicht zu übersehen.
Keystone
Roland Schmid
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Milde 9 Grad zeigte das Thermometer, als im Herzen der Stadt die Strassenbeleuchtung erlosch und ein Raunen durch die dichtgedrängte Menge ging. Die Tambourmajore riefen «Morgestraich - vorwärts marsch!», und Trommeln und Piccolos setzten ein, erst mit dem kurzen Morgenstreich-Marsch, dann mit den «Alte Schwyzer».

Es sind diese ersten Minuten, die Fasnachtsliebhaber jedes Jahr von Neuem erschauern lassen. Das chaotische Treiben hebt an: Die Cliquen folgen ihren Laternen, die Kopflaternen der Züge wiegen im langsamen alten Schritt hin und her, voraus der Vortrab, der einen Weg durch die Menge bahnt und doch immer wieder stecken bleibt.

Dann noch vor fünf Uhr die erste Pause, das Gedränge lichtet sich da und dort. Wars erst trocken, setzte gegen 5.30 Uhr feiner Nieselregen ein, der sich aber rasch wieder verzog. Und mit der Dämmerung kehrten die meisten, die in der Nacht mit Bahn, Tram, Bus, Auto oder zu Fuss in die Stadt geströmt waren, wieder heim.

Öl-Desaster und viel anderes

Erstmals präsentierten die Cliquen die Sujets auf ihren Laternen. Was sich zuvor abgezeichnet hatte, bestätigte sich am Morgenstreich: Ein dominantes Top-Sujet - wie Ghadhafi und die Schweizer Geiseln im letzten Jahr - gibt es 2011 nicht. Die Palette ist vielmehr breit, einige Themen kommen aber häufiger vor.

Dazu gehört die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Beispielsweise d Rootsheere, Wiehlmys, Schnurebegge oder Seibi-Mysli sind mit diesem Sujet unterwegs - d Wiehlmys mit einer Meerjungfrau im sterbenden Meer, d Schnurebegge mit einer Laterne in Form eines Ölfasses und d Seibi-Mysli mit einer geöffneten Muschel, aus der heraus eine Perle leuchtet.

Auch andere gaben ihrer Laterne eine eigenwillige Form, so die Alte Stainlemer mit dem Sujet «GSoA» und einem grossen Stinkefinger. Wieder andere fielen mit prächtigen Bildern auf: d Opti-Mischte mit der Euro-/Griechenland-Krise und einem grossen Medusakopf oder die Gundeli-Clique mit Kirchenfenster-Malerei und dem Sujet «Urbi et Masturbi».

Vieles war sonst noch zu sehen: der Wolf im Wallis (Querschleeger), TV-Berieselung (Lälli), Rechtsdrall in Europa (Rhygwäggi: «Bruun isch schygg!») oder die Bundesratswahlen (Barbara Club). Anderes blieb vor dem Cortège vom Nachmittag noch unklar. 482 Gruppierungen haben sich insgesamt beim Fasnachts-Comité zur Fasnacht 2011 angemeldet.

SDA/amu

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