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Mobility testet in Basel den ersten Tesla in der Flotte

Von null auf hundert in rund zweieinhalb Sekunden: Am Bahnhof Basel steht für Mobility-Kunden neu das Luxus-Elektroauto bereit.

Der Mobility-Tesla wird im Parkhaus beim Bahnhof Basel stationiert. Das Unternehmen will das Auto ein Jahr lang testen.
Der Mobility-Tesla wird im Parkhaus beim Bahnhof Basel stationiert. Das Unternehmen will das Auto ein Jahr lang testen.

Es ist der erste Tesla im bekannten Mobility-Look. Das Luxus-Elektroauto, das je nach Aus­stattung um die 100000 Franken kostet, steht seit Montag im Parkhaus Bahnhof Süd auf einem Carsharing-Parkplatz. Zur Verfügung gestellt hat es die Firma Revendo, die hauptsächlich gebrauchte Computer, Tablets und Smartphones zur Wiederverwendung aufbereitet.

Seit rund einem Jahr arbeitet Mobility mit Partnern zusammen, deren Autos das Unternehmen mit der nötigen Carsharing-Technologie ausrüstet und dann in seiner Flotte einsetzt. Mit dabei sind bislang der Auto-Gewerbe-Verband Schweiz und die Emil Frey AG. Mit Revendo ist nun ein Basler Jungunternehmen dazu gestossen.

150 Teslas bis 2023

Der Tesla S 90 D wird ein Jahr lang auf seine Carsharing-Tauglichkeit getestet. Vor allem daraufhin, ob das Auto von den Nutzern als bedienerfreundlich eingestuft wird. «Bei uns gehört es zum Konzept, dass man in jedes Auto einsteigen und sofort losfahren kann», sagt Mobility-Sprecher Patrick Eigenmann. Beim Tesla könnte es hier jedoch Schwierigkeiten geben, da vieles über ein zentrales Touchdisplay funktioniert und somit anders ist als bei den meisten Autos.

Probleme könnte es auch bei den Ladezeiten geben. Diese waren nämlich der Grund, weshalb man beim Unternehmen Catch a Car, das seit diesem Jahr ebenfalls zu Mobility gehört, die Elektroflotte vor kurzem massiv verkleinert hat. «Das Problem war vor allem, dass unsere Mitarbeiter die Autos einsammeln und aufladen mussten, um sie dann wieder auf die Strasse zu stellen. Das ist beim klassischen Mobility-System mit festen Standorten, an die die Kunden die Wagen zurückbringen, nicht der Fall», sagt Eigenmann.

In diesem Bereich soll der ­Anteil an Elektroautos deshalb sogar noch gesteigert werden. Derzeit sind es 90 Stück in einer Flotte von rund 3000 Fahrzeugen. Bereits bis Ende nächsten Jahres möchte man die Zahl auf 150 erhöhen, bis zum Jahr 2023 sollen es dann inklusive der Hybridfahrzeuge rund 700 sein.

Zu wenig Ladestationen

Nach wie vor ist das Carsharing bei Elektroautos aber komplizierter als bei Benzinern. Der Grund ist der Mangel an dafür ausgerüsteten Parkplätzen. Damit der neue Tesla parkiert werden konnte, musste denn auch extra ein anderes Elektroauto vom Standort entfernt werden. «Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist generell die grosse Knacknuss, wenn man Elektromobi­lität voranbringen will», sagt Eigenmann. Für ein Privatunternehmen wie Mobility sei das eine finanziell nicht stemmbare Angelegenheit, vor allem im grossen Stil nicht. Denn nicht nur die Ladesäule koste, sondern insbesondere auch die baulichen Massnahmen dafür, überhaupt Strom zuzuführen.

«Da wir Parkplätze nur mieten und nicht selber besitzen, können wir zudem nicht selber bestimmen, wo was gebaut werden soll.» Man sehe deshalb schweizweit die öffentliche Hand in der Pflicht, voranzugehen und eine Grundinfrastruktur an Ladesäulen zur Verfügung zu stellen.

Trotz aller Schwierigkeiten: Wenn sich der Tesla im kommenden Jahr bewährt, könnten bald mehr davon rot lackiert werden. «Dann ziehen wir einen Ausbau in Betracht», sagt Eigenmann.

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