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«Mit mir sind die Chancen grösser»

Sie wird auch «Eiskönigin» genannt. SP-Finanzdirektorin Eva Herzog erkennt sich nicht im Bild, das von ihr gezeichnet wird.

BaZ: Frau Herzog, die Steuervorlage 17 soll in Basel-Stadt bereits im nächsten Jahr umgesetzt werden. Wie realistisch ist dieses Ziel?

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Im Ständerat haben Linke und Bürgerliche einen Deal erzielt: Die Steuerreform soll mit der AHV-Sanierung verknüpft werden. Wie gross ist noch die Gefahr eines Referendums?

Es scheint, dass die Bürgerlichen bei der Steuervorlage 17 mehr Bereitschaft zeigen, einen Deal zu finden.

In Basel-Stadt ist ein ähnlicher Deal gelungen: Alle mussten etwas geben und haben dafür etwas erhalten. Doch Statt Lob hagelt es Kritik – ausgerechnet von Ständerätin Anita Fetz, Ihrer Basler Parteikollegin. Steuersenkungen seien nicht im Interesse von Basel, sagt sie. Sind Sie überrascht?

Können Sie die SP Basel-Stadt für dieses Anliegen gewinnen?

Sie haben Anita Fetz vorgeworfen, nicht die Interessen des Kantons zu vertreten. Es entsteht der Eindruck, dass die Ständerätin und die Regierungsrätin nicht miteinander reden.

Themawechsel: Wegen eines Budgetpostulats des Grünliberalen David Wüest-Rudin darf der Kanton für 2019 sein Budget nicht erhöhen. Sie haben daraufhin Sparmassnahmen in der Höhe von 40 Millionen angekündigt.

Wieso eine schlechte Idee?

Haben die Departemente ihre Sparvorschläge bereits präsentiert?

Die Bürgerlichen werfen der Regierung Trötzeln vor. Der Sparauftrag werde dazu missbraucht, Geschäfte zu verhindern.

Zum Beispiel beim Schaffhauserrheinweg oder bei der Augenklinik.

Im Gegensatz zu anderen Kantonen geht es Basel-Stadt sehr gut; der Kanton ist reich. Könnte da nicht noch viel mehr gespart werden?

Sprechen wir über Sie, Frau Herzog. Im Zusammenhang mit dem parteiinternen Ständeratswahlkampf zwischen Ihnen und Beat Jans hat sich die BaZ in der SP Basel-Stadt umgehört. Sie gelten als unnahbar; man nennt sie auch «die Eiskönigin». Wie gehen Sie damit um?

Sie erkennen sich nicht in dem Bild, das von Ihnen gezeichnet wird?

Und stimmt es, dass Sie Leute am Telefon beschimpfen?

Als Magistratin haben Sie Regierungsverantwortung, müssen die Kollegialität wahren und die Interessen der Pharma vertreten. Gleichzeitig wird aber von Ihnen erwartet, dass Sie für die Werte der Partei einstehen. Im Gegensatz zu Nationalrat Beat Jans, einem begnadeten Rhetoriker, haben Sie es viel schwerer, sich innerhalb der SP zu positionieren.

Ähnlich wie ein Regierungsrat.

Können Sie dabei die Werte der SP vertreten?

Finden Sie mit dieser Botschaft Gehör in der SP?

Trotzdem scheint Beat Jans die besseren Chancen zu haben, nominiert zu werden.

Ist das Werbung in eigener Sache?

Warum?

Wie wichtig ist der Frauenbonus?

Man spricht immer nur vom SP-internen Rennen. Den eigentlichen Wahlkampf gegen einen bürgerlichen Kandidaten blendet man dabei aus. Wird der Gegner unterschätzt?

Wieso soll das eine Taktik sein?

Wie sieht Ihre Zukunft aus, wenn Sie nicht nominiert werden?

Könnten Sie sich vorstellen, neben dem Ständerat auch für den Nationalrat zu kandidieren?