Mini-Tramstation wird noch schmaler

Das umstrittene schmale Perron bei der Tramhaltestelle wird bereits wieder umgebaut. Ein neues Geländer soll für mehr Sicherheit sorgen.

Wird noch schmaler: Die Haltestelle erhält ein Schutzgeländer.

Wird noch schmaler: Die Haltestelle erhält ein Schutzgeländer.

(Bild: Enya Seiler)

Alexander Müller@mueller_alex

Ein knappes Jahr nach der Umgestaltung der Tramhaltestelle am Aeschengraben sind bereits wieder die Baumaschinen im Einsatz. Grund sind Korrekturen an der Gestaltung der Traminsel. Dort wo die vom Bahnhof SBB kommenden Trams anhalten, ist die Haltestelle sehr schmal geraten. Dieses dünne Perron hatte viel Kritik hervorgerufen, weil sich die Trampassagiere in Stosszeiten gegenseitig auf die Füsse traten – und deswegen immer wieder auf die Strasse traten, um auszuweichen. Dies hatte regelmässig zu gefährlichen Situationen geführt.

Nun wird dieser Gefahrenherd entschärft: Die Haltestelle erhält ein Schutzgeländer. Dies wird allerdings die schmale Traminsel weiter verschmälern, räumt Daniel Hofer, Medienverantwortlicher beim Tiefbauamt, auf Anfrage der BaZ ein: «Die Sicherheit nimmt zu, das Gedränge bei Stosszeiten aber wohl auch.»

Schuld am schmalen Trottoir sind die Platzverhältnisse. Der Kanton wollte unbedingt einen Velostreifen am Aeschengraben, das Tiefbaumt und die Mehrheit des Grossen Rates wollten jedoch auch nicht auf eine zweite Autospur verzichten, da es sich um eine Hauptverkehrsachse handelt. Der Velostreifen konnte realisiert werden, weil der Kanton das Trottoir auf der anderen Strassenseite auf die Parzellen der privaten Grundeigentümer verlegen durfte. Für eine weitere Verbreiterung der Strasse boten diese jedoch nicht Hand, somit blieb kein Raum für eine breitere Traminsel.

Neue Anzeigetafeln und Trottoirränder

Auch bei der Gleiskurve in Richtung St. Jakob-Strasse wird bereits wieder umgebaut. Dort gab es Beschwerden von Sehbehinderten, die nicht einschätzen konnten, wo die Traminsel zu Ende ist. Daher erhalte die Gleiskurve am Ende der Haltestelle auf beiden Seiten einen niedrigen Trottoirrand, sagte Hofer.

Als Zückerchen erhält die Haltestelle nun noch eine digitale Fahrgastinformationsanzeige sowie eine Fahrplan-Stele. Auf beides hatte man bisher verzichtet, weil man offenbar schon zuvor nicht sicher war, ob die im letzten Herbst fertiggestellte Tramhaltestelle wirklich so bleiben würde, wie sie geplant war.

Die Bauarbeiten haben am letzten Sonntag begonnen und werden bis Mitte nächster Woche fertiggestellt. Um den laufenden Trambetrieb und den Verkehr auf dem Aeschengraben möglichst wenig zu behindern, hat sich das Tiefbauamt entschieden, nur am Abend und in der Nacht zu arbeiten.

Basler Zeitung

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