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Millionengeschäft mit IV-Gutachten

Gesuchsteller und behandelnde Ärzte sind sich bei Arbeitsunfähigkeit meist einig. Die Nähe der Behandler zu den eigenen Patienten erschwert eine objektive Einschätzung.

Härtere Gangart.In den letzten Jahren hat die IV die Anzahl der gewährten Renten stetig verkleinert.Grafik BaZ/hb
Härtere Gangart.In den letzten Jahren hat die IV die Anzahl der gewährten Renten stetig verkleinert.Grafik BaZ/hb

Hat die Invalidenversicherung Zweifel an den Angaben eines Gesuchstellers oder eines Arztes, überweist sie den Fall zur Überprüfung an eine anerkannte Medizinische Abklärungsstelle (Medas). Dort werden die Angaben zu Symptomen, Krankheit und Erwerbsfähigkeit nochmals überprüft. Rund jeder zehnte Fall landet bei einem privaten Gutachter. Fast immer kommt dabei nicht das vom Gesuchsteller gewünschte Ergebnis heraus. Eine Studie des Universitätsspitals Basel, für die 3463 IV-Gesuche untersucht wurden, zeigt: Im Schnitt werden Gesuchsteller von privaten Gutachtern um rund 30 Prozent arbeitsfähiger eingeschätzt als von den behandelnden Ärzten.

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