Mehr Trinkgeld für Basler Jugendkultur

Das überparteiliche Inititativkomitee «Kulturstadt-Jetzt!» fordert mit der «Trinkgeld-Initiative» eine Erhöhung des Jugendkulturbudgets.

Mindestens ein «Trinkgeld» müsse der Stadt die aktive Jugendkultur wert sein. Veranstaltungen wie das «JKF» werden aus dem Jugendkulturbudget finanziert.

Mindestens ein «Trinkgeld» müsse der Stadt die aktive Jugendkultur wert sein. Veranstaltungen wie das «JKF» werden aus dem Jugendkulturbudget finanziert.

(Bild: Lucian Hunziker)

Mindestens fünf Prozent des kantonalen Kulturbudgets soll künftig jährlich für die Basler Jugendkultur verwendet werden. Das verlangt die vom überparteilichen Komitee «Kulturstadt Jetzt» lancierte «Trinkgeld-Initiative».

Seit Jahren steige das Kulturbudget, doch die Förderung von Jugend-, Alternativ-, Pop-, Club- und Subkultur stagniere, begründet das Initiativkomitee in einer Mitteilung vom Dienstag sein Volksbegehren. Gemäss Berechnungen von «Kulturstadt Jetzt» liegt der Anteil der Jugendkultur am Kulturbudget derzeit bei rund 3,5 Prozent.

Mindestens ein «Trinkgeld» müsse der Stadt die aktive Jugendkultur wert sein, heisst es weiter. Fünf Prozent des ordentlichen kantonalen Kulturbudgets sind gemäss Komitee derzeit rund sieben Millionen Franken. Dieses Geld müsste zugunsten von jungen Kulturschaffenden in allen Sparten fliessen.

Im Initiativkomitee sind Politikerinnen und Politiker von SP, Grünen, GLP und FDP sowie Personen aus der Basler Kulturszene. Die unformulierte Initiative soll am Mittwoch im Kantonsblatt publiziert werden. Die Initianten haben 18 Monate Zeit, um die nötigen 3000 Unterschriften zu sammeln.

Jugendkultur wird im Kanton Basel-Stadt derzeit direkt mit einer Jugendkulturpauschale gefördert. Der Grosse Rat hatte diese 2013 als Ausformulierung der umformulierten Volksinitiative «Lebendige Kulturstadt für alle!» von «Kulturstadt Jetzt» beschlossen. Die Initiative wurde in der Folge zurückgezogen.

Für die Jahre 2014 bis 2018 fliessen jährlich 200'000 Franken in diese Pauschale. 2015 lehnte der Grosse Rat mit einem Stichentscheid eine von der Regierung beantragte Kürzung um 50'000 Franken pro Jahr ab. Jugendkulturelle Grossveranstaltungen sowie Projekte im Bereich «Jugend und Bildung» können im Kanton Basel-Stadt zudem mit Mitteln aus dem Swisslos-Fonds unterstützt werden.

rvr/sda

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