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Mehr Schutz für Pferde an Fasnacht

Das Fasnachts-Comité sperrt den Steineberg für die Chaisen, dies als Folge der Zwischenfälle am Montags- und am Mittwochs-Cortège.

Am Montags-Cortège 2019 stürzte ein Chaisen-Pferd am Steinenberg. Das Fasnachts-Comitè hat entschieden, dass dieser Streckenabschnitt nicht mehr von Kutschen an der Fasnacht befahren werden darf.
Am Montags-Cortège 2019 stürzte ein Chaisen-Pferd am Steinenberg. Das Fasnachts-Comitè hat entschieden, dass dieser Streckenabschnitt nicht mehr von Kutschen an der Fasnacht befahren werden darf.

Ein Sturz mit Folgen. Nachdem dieses Jahr am Montags- und Mittwochs-Cortège jeweils ein Pferd am Steinenberg auf einer Baustellenmetallplatte ausgerutscht und gestürzt ist, reagiert jetzt das Fasnachts-Comitè als Organisator der Umzugsrouten in Basel. Ab 2020 darf der Steinenberg von Chaisen weder auf der inneren noch auf der äusseren Route befahren werden.

Ausweichmöglichkeiten seien mit der IG Chaisen bereits erörtert worden, sagt Pia Inderbitzin, Mitglied des Fasnachts-Comitès. «Dadurch erhalten die Pferde eine zusätzliche Entlastung. Der Steinenberg stellte mit seiner Steigung und den Tramschienen für die Pferde eine besondere Herausforderung dar.»

Es werden aber noch zusätzliche Massnahmen installiert, damit solche Zwischenfälle möglichst nicht mehr vorkommen: «Am Wochenende vor der Fasnacht organisiert die IG Chaise einen Rundgang mit einem Kutscher, der die ganze Route auf kritische Stellen überprüft», so Inderbitzin.

Betreuung während Cortège

Die vor der Fasnacht 2018 erlassenen Massnahmen werden weiterhin gelten. So müssen Chaisen, welche am Cortège teilnehmen, Angaben über die Kutscher und die eingesetzten Pferde einreichen. Besonders gilt hier, dass die gemeldeten Pferde erfahren und gesund sein sowie eindeutig identifizierbar sein müssen. Die Kutscher brauchen weiter einen Ausweis über eine entsprechende Ausbildung und Fahrlizenz.

Das Veterinäramt führt während der Cortèges Kontrollen durch und 2019 bei drei Pferden Vorbehalte angemeldet. «Zwei Pferde wurden daraufhin vom Kutscher ausgewechselt», so Inderbitzin. «Beim dritten konnten mittels zusätzlicher Unterlagen der Nachweis erbracht werden, dass es genügend Erfahrung hat.»

An diversen Standorten entlang der Cortège-Routen stehen Pausenzonen und Ruheplätze für die Pferde bereit. Eine Platztierärztin kann während des Cortège vor Ort und eine rasche tiermedizinische Versorgung im Falle eines Unfalles eines Pferdes sicherstellen. Diese Vorsichtsmassnahme habe sich bei den beiden Pferdestürzen 2019 bewährt, sagt Inderbitzin. Ausserdem wolle das Fasnachts-Comité im Rahmen seiner Informationsmedien und Veranstaltungen verstärkt auf das korrekte Verhalten gegenüber Pferden hinweisen.

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