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Mehr Schüler brauchen zusätzliche Räume

Bis 2022 dürfte die Zahl der Primarschüler in Basel um 7,6 Prozent zunehmen.

Urs Rist
Die Primarschulen der Stadt Basel – Riehen und Bettingen nicht eingerechnet – zählten zu Beginn des vergangenen Schuljahrs 7603 Kinder.
Die Primarschulen der Stadt Basel – Riehen und Bettingen nicht eingerechnet – zählten zu Beginn des vergangenen Schuljahrs 7603 Kinder.
Keystone / Georgios Kefalas

An Schulen herrscht erneut Platzmangel, denn die Schülerzahlen nehmen zu. Bis zum Schuljahr 2021/22 soll allein die Zahl der Sekundarschülerinnen und -schüler um 4,5 Prozent gegenüber dem am Montag beginnenden Schuljahr 2019/20 zunehmen. So wird aus diesem Grund ab kommendem Herbst der Dachstock des Pestalozzi-Schulhauses am St.-Johanns-Platz so ausgebaut, dass er drei zusätzliche Klassen aufnehmen kann.

Mittelfristig bestehe sogar Bedarf für ein weiteres Schulhaus auf der Sekundarstufe 1; ein Standort werde noch gesucht, schreibt der Regierungsrat in der Antwort auf eine schriftliche Anfrage von SP-Grossrätin Franziska Roth zum Thema «Genügend Schulraum für unsere Kinder». Bei den Kindergärten ist nach Prognosen des Statistischen Amts bis 2022 in der Stadt Basel mit einer Zunahme um 112 Kinder zu rechnen, wie es in der Antwort auf die Anfrage heisst.

Diese Zunahme ist je nach Quartieren unterschiedlich. So soll sie im Einzugsbereich der Schulhäuser Peters- und Münsterplatz, das heisst in der Innenstadt und den westlichen Vorstädten, am stärksten sein, gefolgt von Gellert/Sevogel im St.-Alban-Quartier und von Margarethen/Gundeldingen. Auf das Schuljahr 2019/20 zeichne sich bei den Kindergärten kein dringender Bedarf an Lokalen ab.

Temporäre Bauten

Die Primarschulen der Stadt Basel – Riehen und Bettingen nicht eingerechnet – zählten zu Beginn des vergangenen Schuljahrs 7603 Kinder. Im kommenden Schuljahr sind es nach der neuesten Prognose 7771, also 2,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Und bis zum Schuljahr 2022/23 soll die Zahl gegenüber 2018 gar um rund 580 Kinder oder 7,6 Prozent ansteigen.

Die dadurch entstehenden räumlichen Engpässe in Schulen sollen in einem ersten Schritt mit temporären Bauten überbrückt werden. Laut Regierungsrat sind deshalb folgende zusätzliche Räume in den kommenden Jahren vorgesehen: Bei den Schulhäusern Gotthelf und Neubad wird mit je einem zusätzlichen Temporärbau jeweils ein Zug mit 6 Klassen untergebracht. Die neue Primarschule Lysbüchel, für die der Umbau eines früheren Lagerhauses an der Elsässerstrasse 209 im Gang ist, kann voraussichtlich ab kommendem Jahr 12 Klassen und 2 Kindergärten aufnehmen. Das ohnehin vorgesehene Neubauprojekt für die Erweiterung des Wasgenring-Schulhauses ist in der Planungsphase um 6 auf 24 Klassen erweitert worden. Dafür liegt seit Juni ein Ratschlag beim Grossen Rat, der 21 Millionen Franken bewilligen soll.

Neue Schulhäuser

Am Standort Schoren wird neben dem vollendeten Neubau auch noch das alte Schulhaus betrieben. Und im Hirzbrunnen kann ein temporärer Schulbau genutzt werden, der während der Sanierung des Schulhauses Bäumlihof im Einsatz war.

In der Innenstadt stehen in dem vorher vom Bau- und Verkehrsdepartement genutzten Haus an der Rittergasse 4 ab 2020 12 Klassenzimmer zur Verfügung. Das derzeit im Umbau stehende Gebäude war in früheren Jahren schon als Schulhaus erstellt und als solches betrieben worden.

Für die Entwicklungsgebiete Walkeweg und Klybeck sollen ebenfalls neue Primarschulhäuser erstellt werden. Und beim Dreispitz sind bereits Vorbereitungsarbeiten für einen Bau mit 12 Klassen im Gang.

Im Klybeck hängt der Bedarf davon ab, wie viel Wohnraum auf dem früheren Industrieareal errichtet wird. Möglich sei, dass hier bis zu 36 Klassen notwendig werden, aber dies erst in mehreren Jahren.

Engpass in Riehen

Für die Primarschulneubauten Dreispitz und Klybeck sind laut der Regierung 125 Millionen Franken und für einen zusätzlichen Sekundarstandort 60 Millionen in der Investitionsplanung eingestellt.

Eine Frage von Franziska Roth bezog sich auf die Gemeinde Riehen: Das Zentrum für Brückenangebote könne in den nächsten Jahren nicht auf das Schulhaus Niederholz verzichten, da kein anderer Schulraum zur Verfügung stehe, antwortet der Regierungsrat. Das Zentrum für Brückenangebote zwischen Schule und Berufsbildung hat noch drei Standorte in Basel. Das Niederholzschulhaus könne also der Gemeinde Riehen weder vermietet noch verkauft werden. Hingegen soll das Provisorium auf dem Areal des Hebelschulhauses an Riehen verkauft werden. Dazu werde dem Grossen Rat am Ende dieses Jahres ein Ratschlag vorgelegt.

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