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Mehr Geld für das Theater Basel

Das Theater Basel kann für die kommenden Jahre auf mehr Geld von der öffentlichen Hand hoffen. Am Donnerstag hat der Basler Grosse Rat – inklusive der SVP – einer Subventionserhöhung zugestimmt. Im Baselbiet steht der Entscheid noch aus.

Das Theater Basel kann künftig auf mehr Unterstützung zählen.
Das Theater Basel kann künftig auf mehr Unterstützung zählen.
Margrit Müller

Einhellig sprach sich das baselstädtische Parlament für eine teuerungsbedingte Erhöhung der Theatersubvention um 1,5 Millionen Franken aus. Damit erhält das Dreispartenhaus in den Spielzeiten 2011/12 bis 2014/15 vom Stadtkanton eine Grundsubvention von 30,1 Millionen Franken. Die Gesamtleistungen von Basel-Stadt ans Theater belaufen sich auf 47,3 Millionen Franken pro Jahr.

Selbst die SVP, die sonst meist gegen Kulturausgaben stimmt, unterstützte die Subventionserhöhung fürs Theater. Dieses erhielt von allen Fraktionen viel Lob für seine qualitativ hochstehende Arbeit, die auch in steigenden Besucherzahlen zum Ausdruck komme. Immer wieder wurde auch auf die Auszeichnung als Opernhaus des Jahres verwiesen.

Beitrag aus dem Baselbiet noch unklar

Für den Grossen Rat stand ausser Frage, dass das Theater nach Subventionskürzungen von rund 10 Millionen Franken in den letzten Jahren zusätzliche Mittel braucht, zumal die Reserven bald aufgezehrt sind. Einen wesentlichen Beitrag leisten soll künftig der Kanton Basel-Landschaft, der seine Beiträge für die nächsten vier Jahre um insgesamt 17 Millionen Franken erhöhen soll.

Noch ist indes offen, ob die von der Baselbieter Regierung im Zuge von Partnerschaftsverhandlungen beschlossene Subventionserhöhung vom Landrat und später wohl auch vom Souverän bewilligt wird. Immerhin habe sich die vorberatende Kommission des Landrats für die Vorlage ausgesprochen, sagte der Basler Regierungspräsident Guy Morin im Grossen Rat.

Ablehnung hätte Folgen

Eindringlich wurde im Grossen Rat in diversen Voten auf die Notwendigkeit dieser zusätzlichen Mittel aus dem Baselbiet hingewiesen. Schliesslich sei das Theater Basel ein Theater für die ganze Region und fast die Hälfte des Publikums stamme aus dem Baselbiet. Regierungspräsident Morin rief die Fraktionen auf, bei ihren Partnerparteien im Landkanton das Bewusstsein dafür zu fördern, dass die beiden Basel einen gemeinsamen Kulturraum bilden. Zudem erhalte das Baselbiet für sein Geld auch einen Mehrwert etwa in Form zusätzlicher Aufführungen in Augusta Raurica oder einem Ausbau der Theaterpädagogik.

Falls die Subventionserhöhung im Baselbiet abgelehnt wird, soll dies nach dem Willen des Grossen Rats Folgen haben. In diesem Fall muss der Stadtkanton zwingend den Subventionsvertrag mit dem Theater kündigen und Neuverhandlungen aufnehmen. Eine entsprechende Kann- Formulierung in der Vorlage wurde auf Antrag der FDP verschärft. Dem Baselbiet solle gezeigt werden, dass das Theaters anders aussehen werde, wenn die zusätzlichen Mittel ausbleiben, hiess es in der Debatte. Der Stadtkanton könne die Last nicht alleine tragen.

SDA/jg

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