Mehr Bäume auf dem Rümelinsplatz – aber andere, klimaverträgliche

Bei der Erneuerung bleiben die beiden Linden stehen.

Kieselsteinwacken, neue Bäume, trottoirfrei: So soll der Rümelinsplatz nach seiner Neugestaltung aussehen. Visualisierung: Franz Rescke Landschaftsarchitektur

Kieselsteinwacken, neue Bäume, trottoirfrei: So soll der Rümelinsplatz nach seiner Neugestaltung aussehen. Visualisierung: Franz Rescke Landschaftsarchitektur

Dominik Heitz

Das Projekt heisst «Platzlichtung» und stammt vom Berliner Büro Franz Reschke Landschaftsarchitektur. Es ist aus einem Wettbewerb zur Neugestaltung des Rümelinsplatzes als Sieger hervorgegangen. Doch nicht allen gefiel es. Nachdem das Bau- und Verkehrsdepartement die «Platzlichtung» im März 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, wehrte sich der Quartierverein «Lääbe in der Innerstadt» dagegen, dass die beiden Lindenbäume im unteren Platzbereich und die zwei Ginkgos beim Brunnen gefällt und durch acht Gleditschien ersetzt werden sollten. Und er reichte die Petition «Erhalt der Bäume am Rümelinsplatz» ein.

Seit Donnerstag liegt nun ein überarbeitetes Projekt vor, das die Wünsche der Petenten teilweise berücksichtigt. Die beiden Linden sollen stehen bleiben. Die zwei in ihrer Gesundheit geschwächten Ginkgos hingegen sollen fallen, weil wegen der Begradigung des Terrains und der Erneuerung unterirdischer Leitungen ein Eingriff in den Wurzelraum der Ginkgos unvermeidlich sein wird. An ihrer Stelle sollen drei Schnurbäume gesetzt werden – und ein vierter bei den zwei Lindenbäumen, vor dem Haus Rümelinsplatz 1. «Schnurbäume sind schnellwüchsig und klimaverträglicher als Gleditschien», sagt die Projektleiterin Friederike Meinhardt.

Grossrat entscheidet Ende Jahr

Die Neugestaltung umfasst nicht nur den Rümelinsplatz, sondern auch die Münzgasse und die Schnabelgasse. Alle diese Bereiche erhalten einen einheitlichen Belag von abgeschliffenen Kieselwacken. Zudem werden – der Flanierfreundlichkeit wegen – die Trottoirs durchgehend wegfallen. Vor dem Brunnen entlang der Münzgasse sowie vor dem Schmiedenhof zwischen den beiden Linden wird je eine lange Natursteinbank zu stehen kommen. Und die bisherige Stützmauer vis-à-vis des Restaurants Schnabel fällt weg, sodass inskünftig über wenige Treppenstufen der Brunnen direkt erreichbar ist.

Ende dieses Jahres entscheidet der Grosse Rat über den Kredit von 3,6 Millionen Franken für die Erneuerung des Rümelinsplatzes Die Kosten für die Sanierung der IWB-Leitungen übernehmen die IWB; sie sind deshalb im Kredit nicht enthalten. Geht alles nach Plan, könnten ab 2022 die Umgestaltungsarbeiten begonnen und im Jahr 2022 beendet werden.

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