Zum Hauptinhalt springen

Lotse wegen tödlichem Bootsunglück angeklagt

Die Kollision zwischen einem Frachtschiff und einem Vermessnungsboot auf dem Rhein, bei dem zwei Menschen starben, hat ein juristisches Nachspiel.

Das Vermessungsboot wurde von einem Frachtschiff gerammt.
Das Vermessungsboot wurde von einem Frachtschiff gerammt.
Mischa Christen

Wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen und fehlender Sorgfalt ist am 31. August 2012 auf dem Rhein in Basel ein Frachtschiff mit einem Vermessungsboot kollidiert. Zwei Personen wurden dabei getötet. Nun werden ein Lotse und ein Mitarbeiter der Rheinhäfen angeklagt.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, der Verkehrspolizei und der Schifffahrtsbehörden seien abgeschlossen, teilte die Basler Staatsanwaltschaft am Montag mit. Sie habe gegen einen Lotsen sowie einen Mitarbeiter der Schweizerischen Rheinhäfen Anklage wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung beim Strafgericht erhoben.

Der Lotse befand sich an Bord des belgischen Frachtschiffes, das rheinaufwärts fuhr, derweil sich der andere Angeklagte in der Revierzentrale aufhielt. Bei der Schwarzwaldbrücke überfuhr der Frachter ein Vermessungsboot. Daraufhin kenterte dieses und die vier Besatzungsmitglieder stürzten in den Rhein.

Drei Männer konnten geborgen werden - einer schwer verletzt. Dieser Mann starb einen Tag später im Spital. Der vermisste Bootsführer wurde wenige Tage später beim elsässischen Stauwehr Kembs tot aus dem Rhein geborgen. Das aus Hamburg stammende Vermessungsboot war im Auftrag des baselstädtischen Tiefbauamtes im Einsatz.

SDA/amu

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch