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Literatursubventionen werden erhöht

Der Grosse Rat erhöht die Basler Literaturförderung um fast 40 Prozent. Die Bürgerlichen wehrten sich vergeblich.

Der seit 15 Jahren bestehende Fachausschuss Literatur hatte bisher noch nie eine Subventionserhöhung erhalten.
Der seit 15 Jahren bestehende Fachausschuss Literatur hatte bisher noch nie eine Subventionserhöhung erhalten.
Bettina Matthiessen

Der Kanton Basel-Stadt stellt mehr Geld zur Verfügung für die Literaturförderung: Der Grosse Rat hat am Mittwoch den jährlichen Beitrag des Stadtkantons an den Fachausschuss Literatur der beiden Basel von 80'000 auf 110'000 Franken aufgestockt.

Der Entscheid für die Subventionserhöhung fiel mit 63 gegen 14 Stimmen bei acht Enthaltungen. Der auch von LDP und SVP unterstützte Antrag der FDP, für die kommenden vier Jahre statt insgesamt 440'000 nur 380'000 Franken zu sprechen, wurde mit 53 gegen 32 Stimmen verworfen.

Der FDP-Sprecher wehrte sich in seinem Votum gegen ein weiteres Wachstum der Kulturausgaben. Diese seien schon jetzt im Stadtkanton pro Kopf landesweit am höchsten.

Erste Erhöhung seit 15 Jahren

Die Befürworter der zusätzlichen Mittel gaben dagegen zu bedenken, dass der seit 15 Jahren bestehende Fachausschuss Literatur bisher noch nie eine Subventionserhöhung erhalten hatte. Zudem sei es für Literaturschaffende immer schwieriger, Geld zu beschaffen. Bei der Musik und bei der Kunst sei dies einfacher.

Vom Baselbiet soll der Literatur-Fachausschuss ebenfalls mehr Geld erhalten. Geplant ist eine Erhöhung des jährlichen Beitrags von 80'000 auf 95'000 Franken.

Zustimmung fand im Grossen Rat trotz Opposition von SVP und FDP auch ein Betriebsbeitrag von jährlich 355'000 Franken für den Verein Le Bon Film. Die jährliches Subvention liegt 2015 bis 2018 um 45'000 Franken über dem bisherigen Wert, weil ein bisheriger Beitrag aus dem Swisslos-Fonds in die ordentliche Subvention übergeführt wurde.

SVP und FDP wollten davon nichts wissen. Le Bon Film betreibe mit dem Stadtkino in Basel und dem Landkino in Liestal und mit der Kinemathek ein Nischenangebot, für das die Nutzer mehr bezahlen sollten. Das Parlament entschied sich aber mit 63 gegen 19 Stimmen für eine höhere Grundsubvention, dies unter anderem wegen der grossen Bedeutung der Kinemathek für den Erhalt alter Filme.

SDA/amu

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