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Kriminell, nicht edel

Worin besteht die Leistung, wenn man fremdes Eigentum beschädigt, selber aber nicht dafür geradestehen muss?

Vor dem Basler Strafgericht fanden sich viele Unterstützer der angeklagten Kriminellen ein.
Vor dem Basler Strafgericht fanden sich viele Unterstützer der angeklagten Kriminellen ein.
Mischa Hauswirth

Je nach Standpunkt kann man für die Sachbeschädigungen während des Saubannerzuges im Juni 2016 in der Basler Innenstadt eine härtere oder gar keine Strafe verlangen. Das Basler Gericht hat jedoch gegen über den 18 Angeklagten aus der linksextremen Szenze deutlich gemacht, dass es sich bei diesen Zerstörungsexzessen nicht um etwas handelt, das durch edle Motive geadelt wird oder eine stille gesellschaftliche Duldung hinter sich weiss. Sie sind schlicht und einfach kriminell.

Worin besteht denn die Leistung, wenn man Gebäude von Staat und Versicherungen beschädigt, selber aber nicht dafür geradestehen muss? Wer diese Gewalt als legitim erachtet, sollte mehr Gandhi oder Laotse lesen, und bestimmt würden ihm die Bücher von Friedrich Hölderlin guttun, einfach um sich daran zu erinnern, dass sich echte Veränderungen nicht mit Gewalt erreichen lassen.

Vermummte Feiglinge

Wie einfach ist es, im Staat einen Feind zu sehen, sich dann aber alles bezahlen zu lassen. Jetzt schon sind rund 300'000 Franken Verteidigungskosten für diese Chaoten zusammengekommen und durch die Berufungsverfahren und die Verhandlungen am Appellationsgericht wird die Summe nochmals deutlich anwachsen.

Wer so zerstörerisch vorgeht, dem kann es nicht um die Sache gehen. Vielmehr will er seinen ungebändigten, pubertären Egoismus ausleben. Die eigene, ideologisch aufgeladene Frustration gilt als Norm und Rechtfertigung für Aggressionen. Wer tatsächlich etwas ändern will, soll sich an die demokratischen Regeln halten – und er soll auch sein Gesicht zeigen. Nur Feiglinge verstecken sich.

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