Katja Christ will in die Regierung

Katja Christ (GLP) will SP-Regierungs­rätin Eva Herzog beerben. Sie knüpft ihren Entscheid jedoch an eine Bedingung.

Katja Christ setzt auf die Stimmen der Bürgerlichen.

Katja Christ setzt auf die Stimmen der Bürgerlichen.

(Bild: Keystone Georgios Kefalas)

Alessandra Paone

Die Präsidentin und Grossrätin der Basler Grünliberalen hat sich entschieden. Katja Christ möchte im kommenden Herbst für die Nachfolge der SP-Regierungs­rätin Eva Herzog kandidieren. Der GLP-Vorstand hat ihr am Donnerstagabend die Unterstützung zugesichert. Mehr noch: «Er hat mich motiviert, diesen Schritt zu wagen», sagt Christ auf Anfrage der Basler Zeitung.

Bei den Sozialdemokraten steht Grossrätin Tanja Soland ­bereit; sie wurde aber noch nicht offiziell von ihrer Partei nominiert. «Mir ist bewusst, dass ein Erfolg im rot-grünen Basel äusserst schwierig ist», sagt Christ. Aber nicht unmöglich. «Ich glaube an eine Chance, sonst würde ich mich nicht zur Verfügung stellen.»

Die Grünliberale knüpft ihren Entscheid jedoch an eine Bedingung: Eine Kandidatur mache nur dann Sinn, wenn die Parteien rechts von der SP sie unterstützen. Oder zumindest auf eine eigene Kandidatin oder einen eigenen Kandidaten verzichten. «Sonst mache ich nicht mit.»

Bleibt Nationalratskandidatin

Sie wolle damit niemanden unter Druck setzen, sagt sie. Und sie wisse, dass es schwierig sei, von ganz rechts bis tief in die Mitte alle zu vereinen. «Es liegt auch nicht in meiner Hand, dies zu ­beeinflussen.» Es haben bereits ­Gespräche mit den bürgerlichen Parteien stattgefunden, bis jetzt hat Christ aber von niemandem eine konkrete Antwort erhalten. «Ich habe keine Sicherheit.» Sie geht davon aus, dass in den nächsten zwei bis drei Wochen ein Entscheid gefällt wird.  

Ihre Ankündigung will sie nicht als Vorpreschen verstanden haben. Sie wollte einfach Klarheit schaffen. Christ: «Das bin ich all denjenigen schuldig, die in den letzten Wochen auf mich ­zugekommen sind und mich zu einer Kandidatur ermuntert haben.» Die 46-jährige Advokatin aus Riehen steht auch im Rennen für den Nationalrat. An dieser Kandidatur hält sie fest. «Ich lasse das Team nicht im Stich.»

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