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Jodel mit Örgeli und Witz

Musikfest Der Jodler-Obe Riehen verbindet Tradition und Humor und bietet einen Vorgeschmack auf das Jodlerfest 2020.

Der Herren-Jodlerclub Alpeblueme aus Herisau präsentierte am Samstagabend im grossen Saaldes Riehener Landgasthofs ein sogenanntes Zäuerli – einen Naturjodel.
Der Herren-Jodlerclub Alpeblueme aus Herisau präsentierte am Samstagabend im grossen Saaldes Riehener Landgasthofs ein sogenanntes Zäuerli – einen Naturjodel.
Pino Covino

Dieses Jahr verwandelt sich die Stadt in eine Jodelhochburg: Nach 96 Jahren findet das Jodlerfest erstmals wieder in Basel statt. Vom 26. bis 28. Juni wird sich das Festgelände mit Jodlerdorf zwischen Petersplatz und Marktplatz erstrecken. Als Auftakt dazu fand am Samstag der traditionelle Jodler-Obe im grossen Saal des Riehener Landgasthofs statt.

Die Gastgeber, die Stadt-Jodler Basel-Riehen, sind einer der letzten fünf aktiven Jodelklubs der nahen Umgebung. Deshalb vereinte der Jodler-Obe Stimmen aus der halben Schweiz: Der Herren-Jodlerclub Alpeblueme aus Herisau, das Röteli-Quartett aus dem Baselbiet und das Schwyzerörgelitrio Eggflue boten den 300 Besuchern einen Vorgeschmack auf das Eidgenössische Jodlerfest im Sommer.

Den Auftakt machten die beiden Akkordeonspielerinnen und der Kontrabassist des Schwyzerörgelitrios Eggflue mit einer fröhlich lüpfigen Musik. Darauf folgten die Begrüssung durch den Vereinspräsidenten Christian Humm und der erste Einsatz der Stadt-Jodler Basel-Riehen. Die elf Männer und vier Frauen gaben den Klassiker «Mys Plätzli» von Adolf Stählin zum Besten – die Hände in den Taschen, den Blick in die Ferne gerichtet. «Mi Jugendzyt» von Paul Schreiber aus dem Jahre 1984 liess das Publikum in wohligen Kindheitserinnerungen schwelgen.

«Stadt und Land mitenand»

Dann betraten die Herren des Jodlerclubs Alpeblueme in traditioneller, rot-weisser Appenzeller Tracht die Bühne. Mit einer weiten Spannbreite von hohen bis ganz tiefen Stimmen und zu lautem Glockengeläut präsentierten die Sänger unter dem Dirigenten Bruno Inauen ein sogenanntes Zäuerli – einen Naturjodel. Einen weiteren gesanglichen Höhepunkt bot das Röteli-Quartett, das aus Mutter, Tochter, Vater und einem Familienfreund besteht. Deutlich schallte die klare Stimme der Jüngsten im Bunde aus dem Stimmenteppich hervor. Zudem wurde der Abend immer wieder durch bärbeissige Witze aufgelockert: Besonders die Männer aus Herisau bewiesen ihren Humor in mehreren Einsätzen.

Zu später Stunde kam schliesslich Freude für das bevorstehende Jodlerfest auf, an dem sich die Basler Bevölkerung mit den Aktiven und auswärtigen Besuchern vermischen wird. Mit dem Motto «Stadt und Land mitenand» will man dem Auseinanderdriften von Stadt und Land entgegenwirken. Während dies am Samstagabend reibungslos gelang, kann man nur hoffen, dass auch das junge Schweizer Publikum sich bald vermehrt für seine musikalischen Wurzeln begeistern kann. Eine gute Chance dafür besteht im Sommer dieses Jahres, wenn sich die Basler Berge – vom Spalenberg bis hin zum Leonhardstapfelberg – in ein Jodlerparadies samt Fahnenschwingen und Alphornblasen verwandeln.

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