«Jetzt wird nicht mehr diskutiert»
«Fraueli»-Mediatorin Bea Kurz ist enttäuscht von der Intoleranz radikaler Muslimas. Andere Frauen wurden als Schlampen bezeichnet und erhielten gar Morddrohungen.

Es ist ruhig im Frauenbad Eglisee. Einzelne Frauen liegen in der Sonne, andere ziehen ihre Bahnen im Becken. Bea Kurz sitzt im Schatten und erzählt von den Problemen in «ihrem Paradies». Die 66-Jährige wurde vor vier Jahren vom Sportamt angesprochen. Sie als Stammgast solle doch die Rolle der Vermittlerin zwischen den Kulturen übernehmen. Dies, nachdem eingesessene Baslerinnen und Muslimas immer wieder aneinandergeraten waren.
Die Stimmung zwischen den Frauen habe sich seither gebessert. Doch die Probleme verlagerten sich nur. Stein des Anstosses sind nun nicht mehr nackte Brüste oder verhüllte Köpfe, sondern die männlichen Bademeister. Diese sind den strenggläubigen Muslimas aus dem Elsass ein Dorn im Auge. Und zwar so sehr, dass die Frauen regelmässig auf die Angestellten losgehen und sie übel beschimpfen. So geschehen vergangene Pfingsten (die BaZ berichtete). «Die Frauen treten frech und fordernd auf und benutzen Worte, die ich nicht wiederholen möchte», sagt Kurz der BaZ. Auch Morddrohungen gab es im letzten Jahr, worauf in zwei Fällen Hausverbot erteilt wurde.