Jetzt erobert die HGK das Dreispitz

Die Basler Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) vereint ihre Räume zum ersten Mal in ihrer Geschichte an einem Ort. Das Hochhaus auf dem Dreispitzareal wird so zum «Campus der Künste». Am Freitagabend ist Eröffnung.

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Die Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel (HGK) wechselt ihren Standort auf das Dreispitzareal. Das Aussergewöhnliche daran ist, dass die Schule noch nie zuvor an einem einzigen Ort zusammengefasst war. Bisher waren die zehn Institute über die ganze Stadt verteilt, teils auf der Kaserne und teils beim Vogelsang. Nun bietet das 50 Hektar grosse Dreispitzareal den perfekten Sitz für den «Campus der Künste».

Das riesige Gebäude wirkt extrem modern und geräumig. Dies reflektiert auch die Innenarchitektur. Die Räume sind weitläufig und grosszügig gebaut. Mit seinen acht Etagen, sollte das Hochhaus auch für genügend Platz sorgen. Für die strategische Ausrichtung der HGK unter der Direktion von Kirsten Merete Langkilde ist dies eine wesentliche Neuerung.

Das räumliche Zentrum des «Campus der Künste» bildet nun eine offene urbane Fläche mit dem Hochhaus und den Ateliergebäuden der Hochschule für Gestaltung und Kunst sowie dem HeK (Haus für elektronische Künste), dem internationalen Stipendienprogramm Atelier Mondial (vormals iaab), dem Radio X, dem Ausstellungsraum Oslo 10, der Produktionsfirma Point de Vue, dem Modellarchiv des Architekturbüros Herzog & de Meuron sowie dem Schaulager. In dieser Umgebung sollen die Studierenden inspiriert und motiviert werden. Es bildet sich ein Möglichkeitsraum von aktivem Austausch und künstlerischer Freiheit.

Vier neue Schwerpunkte

Mit dem «Campus der Künste» haben die zehn Institute der Hochschule für Gestaltung und Kunst eine neue gemeinsame Vision gefunden: grenzüberschreitendes Lernen, Forschen und Arbeiten. Vier neue Initiativen respektive Schwerpunkte fördern die interkulturelle Öffnung des Areals:

Curating the Campus: eine experimentelle Ausstellungsplattform für zeitgenössische künstlerische Praktiken. Ausstellungen, Filmprojektionen, Vorträge, Künstlergespräche, Aktionen und Performances sollen Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Herkunft und Mentalität in die Hochschule integrieren.

Digital Campus steht dem Bildungsbetrieb, der Forschung, der täglichen Kommunikation, dem Publizieren und der Archivierung zur Verfügung.

Design Plattform Basel ist eine internationale Institution, die Wissensräume, Initiativen und aktuelle Diskurse zu Gestaltung und Design bündelt und zur Diskussion oder Publikationen langfristig festhält.

Swiss Cultural Entrepreneurship sorgt mit einem Kompetenznetwork dafür, dass Studierende ihren Einstieg ins selbstständige Berufsleben erfolgreich gestalten können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die urbane Verbindung mit der Natur. Die Kulturstadt Basel soll in einem Zusammenhang mit der Landschaft stehen. Dies ist gleich in der Mediathek im achten Stock des Hochhauses zu erkennen: Die Aussicht ist verblüffend.

Eröffnungsausstellung

Die offizielle Eröffnung des Campus findet am 23. Oktober 2014 statt. Am Freitagabend lädt die Hochschule für Gestaltung und Kunst im Rahmen der Diplomausstellung zur Preview. In der Ausstellung werden die Abschlussarbeiten aus den Instituten Visuelle Kommunikation, Industrial Design, Lehrberufe für Gestaltung und Kunst sowie dem Masterstudio Design ausgestellt.

Mit rund 100 Arbeiten gibt die Hochschule einen vertieften Einblick in ihr Schaffen. Es erwarten einen geführte Rundgänge durch die neuen Hallen, Performances, Aktionen, Musik und Screenings. Als Opening werden auf der Bühne vor dem Ateliergebäude die Fahnen geschwungen vom Hornroh Modern Alphornquartett mit der Fahnenschwinger-Vereinigung Nordwestschweiz.

Basler Zeitung

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