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Islam will Landeskirche werden

Die Muslime fordern, dass der Islam in Basel-Stadt den Status einer Landeskirche erhält. Dadurch könnten die Gläubigen mithilfe des Staates besteuert werden. Die Forderung wird kritisiert.

Die Basler Muslime wollen mit der katholischen, der reformierten, der christkatholischen und der jüdischen Kirche gleichgestellt werden.
Die Basler Muslime wollen mit der katholischen, der reformierten, der christkatholischen und der jüdischen Kirche gleichgestellt werden.
Keystone

Der Islam, eine Schweizer Landeskirche. Das entspricht zwar (noch) nicht der Realität, zumindest aber der Forderung von Hisham Maizar, Präsident der islamischen Dachorganisationen der Schweiz (Fids). Angefangen werden soll in Basel – denn hier liegt die rechtliche Grundlage bereits vor.

Während die einen, wie Adrian Loretan, Professor für Staatskirchenrecht, das Ansinnen als «Instrument der Integration» verwenden wollen, bleiben andere skeptisch. «Dem Islam fehlt grundsätzlich die nötige Toleranz. So lange eine Bewegung Gewalt als Instrument gutheisst, kann sie nicht Teil unserer Kultur werden», sagt Walter Ziegler von der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt. Die kürzlich in der Stadt verteilten Aufkleber seien beispielhaft und «erschweren die Kommunikation».

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