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Im Margarethenpark werden die Wege erneuert

Für sechs Millionen Franken wird die Grünanlage umfassend saniert und erhält neue Angebote.

Urs Rist
Charakteristisch für den Margarethenpark sind die grossen Rasen- und Wiesenflächen mit lockeren Gehölzgruppen und einem geschwungenen Wegnetz.
Charakteristisch für den Margarethenpark sind die grossen Rasen- und Wiesenflächen mit lockeren Gehölzgruppen und einem geschwungenen Wegnetz.
Erwin Zbinden

Der Margarethenpark ist eine bei der Bevölkerung beliebte und intensiv genutzte Grünanlage am Rand des Gundeldinger-Quartiers. Der insgesamt neun Hektaren grosse Park liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Binningen im Kanton Baselland. Er umfasst auch die Kunsteisbahn Margarethen und einen Tennisplatz.

Mit Ausnahme dieser beiden Teile soll die Anlage auf rund 71'000 Quadratmetern der ursprünglichen Gestaltung an­genähert werden und neue Angebote für Erholungssuchende erhalten. Dies ist einem Bericht des Regierungsrats für die Sanierung und teilweise Umgestaltung des Parks zu entnehmen. Für die Kosten von 6,257 Millionen Franken stellt die Regierung aber keinen Antrag an den Grossen Rat; sie hat die Mittel aus dem Mehrwertabgabefonds bewilligt.

Ein schützenswerter Park

Denn die Revision der Mehrwertabgabe sieht vor, dass diese in Ausnahmefällen auch für die ­Gestaltung von Grün- und Freiflächen ausserhalb des Kantonsgebiets verwendet werden kann, sofern diese an das Stadtgebiet angrenzen. Der Grosse Rat hat diese Änderung des Bau- und Planungsgesetzes, die auch eine Reduktion des Abgabesatzes ­vorsieht, allerdings noch nicht behandelt. Er hat 2018 aber eine Motion von SP-Grossrat Jörg Vitelli zur Umgestaltung des ­Margarethenparks als Auftrag überwiesen.

Der Margarethenpark ist 1823 erstellt worden. Der Kanton Basel-­Stadt hat ihn 1897 erworben. Der hohe Nutzungsdruck und die Überalterung vieler Bereiche sind der Anlass für die ­Gesamtsanierung. Deren Grundlage bildet das Parkpflegewerk von 2011, in dem der Park als schützenswert eingestuft wird.

Grosse Rasenflächen

Charakteristisch für den Margarethenpark sind laut dem Bericht die grossen Rasen- und Wiesenflächen mit lockeren Gehölzgruppen und einem geschwungenen Wegnetz. In einzelnen ­Bereichen, in denen Einbauten die räumliche Qualität beeinträchtigen, werden diese Eingriffe korrigiert. Die bestehenden Wege, die zum grossen Teil aus der Zeit bis 1900 stammen, werden saniert und stellenweise an das historische Vorbild angepasst. So soll die direkte Wegverbindung vom Eingang Gundeldingerstrasse zur Kunsteisbahn durch einen neuen Weg ersetzt werden.

Der zentrale Parkweg zwischen Villa und Kunsteisbahn erhält eine einheitliche Breite. Ein neuer Hangweg führt von der Kunsteisbahn durch den Waldbereich zur Promenade in Richtung Margarethenkirche.

Das Lindenrondell mit dem Loreley-Brunnen wird ein wichtiger Platz im Park bleiben. Vom Spielplatz soll ein neuer Weg zum Restaurant des Tennisclubs führen. Mit der geplanten Verkehrsberuhigung der Gundeldingerstrasse soll die Lärmschutzwand abgebrochen und die ­historische Einfriedung mit Metallzaun und Hainbuchenhecke wiederhergestellt werden.

Mobile Gastro-Angebote

Anstelle des Garderobengebäudes, dessen Abbruch aber vom separaten Projekt für die ­Sanierung der Kunsteisbahn abhängig ist, soll ein Stadtgarten mit Liegeflächen entstehen. Geprüft wird, ob auf dem Parkplatz der Kunsteisbahn während der wärmeren Jahreszeit Sport­anlagen für Jugendliche wie Street-Workout, Streetball und Kletterwand angeboten werden können.

Aktuell befinden sich auf dem Areal des Margarethenparks das Restaurant der Kunsteisbahn und jenes des Basler Lawn Tennis Club an der Gundeldingerstrasse mit saisonalen Öffnungszeiten. Der Regierungsrat lehnt ein dauerhaftes Café mit Verpflegungsangebot ab, wie es SP-Grossrätin Ursula Metzger in einem Anzug anregte, da es eine zusätzliche Konkurrenz schaffen würde.

Bis 2022

Das gastronomische Angebot soll aber saisonal durch mobile Angebote erweitert werden. Hierfür werden beim Plansch­becken und auf dem Vorplatz der Kunsteisbahn Infrastrukturen bereit­gestellt.

Die Sanierung und Teilumgestaltung des Margarethenparks soll in Etappen von 2020 bis 2022 erfolgen. Die ersten Bauarbeiten sind für Herbst 2020 vorgesehen.

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