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Im Keller war die Totenkammer

In der Liegenschaft am Petersgraben wurde früher operiert. Die ehemalige Andlauerklinik wurde 1903 errichtet.

Im Erkerraum mit der grossen Glasfront befand sich der Operationssaal: Die ehemalige Andlauerklinik am Petersgraben.

Im Erkerraum mit der grossen Glasfront befand sich der Operationssaal: Die ehemalige Andlauerklinik am Petersgraben.

(Bild: Dominik Heitz)

Dominik Heitz

Wie gut könnte man sich im Erker mit dem grossen, abgerundeten Fenster ein Malatelier oder einen Salon vorstellen, wo zu Tee und Bridge anregende Gespräche geführt werden.

Doch der helle Raum in dieser repräsentativen Liegenschaft war für einen ganz anderen Zweck bestimmt gewesen: Hier wurde operiert. Denn das Haus am Petersgraben 11 war eine private Klinik: die Andlauer­klinik.

Carl Sebastian Hägler-Passavant hiess der Mann, der diesen Bau von den Architekten Alfred Romang und Wilhelm Bernoulli im Jahr 1903 errichten liess. Hägler, 1862 als Sohn eines Arztes geboren, hatte in Basel und Tübingen Medizin studiert, wurde im Jahr 1900 zum ausserordentlichen Professor für allgemeine Chirurgie ernannt und leitete später das bakteriologische Laboratorium des Basler Bürgerspitals.

Basler Zeitung

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