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Im fairen Warenhaus

Salome Dolder und Christine Jutzeler führen mit «Mercifair – der Weltladen» einen ­Fairtrade-Shop. Hier landet auch Luxusleder, das vor der Mülldeponie gerettet worden ist.

«Fast alles, was wir verkaufen, eignet sich als Geschenk», sagt Salome Dolder. Fotos: Dominik Plüss Beim spanischen Fairtrade-Label Soruka ist keine Ledertasche wie die andere.
«Fast alles, was wir verkaufen, eignet sich als Geschenk», sagt Salome Dolder. Fotos: Dominik Plüss Beim spanischen Fairtrade-Label Soruka ist keine Ledertasche wie die andere.

Schon bald stolzieren die Models an der New York Fashion Week wieder über den Catwalk. Wie jedes Jahr werden die Mannequins auch dieses Mal wieder extravagante Taschen und edle Schuhe tragen – die meisten davon aus Leder. Das Material, in Designeraccessoires und -kleider weiterverarbeitet, assoziiert man typischerweise mit Glitzer, Glamour und wenig Geiz. Stülpt man jedoch all das auf die Aussenseite, das mit dem Herstellungsprozess der teuren Lederwaren einhergeht, wird klar, dass dieser Prozess alles andere glamourös ist. «Viele Hersteller von Luxusgütern verwenden nur den mittleren Teil der Tierhäute – der Rest landet in Mülldeponien in Ländern wie zum Beispiel Indien», erklärt Salome Dolder. An der Missionsstrasse 21 in ihrem Geschäft «Mercifair – der Welt­laden» verkauft sie unter anderem Taschen der Firma Soruka, die in Barcelona ansässig ist und mit indischen Handwerksbetrieben zusammenarbeitet. «Soruka kauft die Lederreste auf, die die Luxuslabels andernfalls in Unmengen wegwerfen würden, und lässt sie in Indien unter Fairtrade-­Bedingungen zu Ledertaschen weiterverarbeiten.»

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