Hoppla, da bewegt sich etwas

Die Stiftung Hopp-La feiert im Schützenmattpark ihr Fünf-Jahre-Jubiläum.

Das Fest fand im Schützenmattpark statt.

Das Fest fand im Schützenmattpark statt.

(Bild: Mischa Christen)

Sebastian Briellmann

Der Kanton Basel-Stadt war der erste, aber ob er sich diese Rangierung wirklich gewünscht hat, darf stark bezweifelt werden. Bereits seit über dreissig Jahren leben bei uns mehr Senioren als Junge – etwa 2023 wird dies in der ganzen Schweiz der Fall sein. Diese demografische Entwicklung verändert die Gesellschaft, und ein wichtiges Thema ist dabei auch die Gesundheit.

Eine Stiftung, die vor fünf Jahren von Basel aus ins Leben gerufen wurde und gestern nun auch das erste kleine Jubiläum hier feierte, möchte etwas für das Wohlbefinden der Menschen tun. Hopp-La heisst diese Trägerschaft, die das Altern als positiven Prozess wahrnehmen möchte. Der Stiftung ist aber auch nicht entgangen, dass Bewegungsmangel generationenübergreifend zugenommenen hat. Das hat erhebliche Auswirkungen aufs Gesundheitssystem.

Lynette Federer ist mit dabei

Im Zentrum steht der Austausch zwischen allen Generationen, etwa von Grosseltern mit ihren Enkeln. Der starke Mann heisst Martin Bisang. Der erfolgreiche Unternehmer – und grosse Fan und Förderer des Sports– spricht vom Gemeinschaftssinn, der ihn überzeugt habe, die Stiftung zu gründen. «Ich hatte viel Glück in meinem Leben, und möchte etwas zurückgeben.» Im Schützenmattpark wurden dann im Zuge eines Pilotprojekts die ersten Geräte montiert – bezahlt von der Stiftung. Natürlich, muss man fast sagen: Es ist kein Geheimnis, dass die Behörden noch nicht sehr spendierfreudig sind; in anderen Ländern ist man da weiter. Mittlerweile gibt es in der Schweiz dank Hopp-La aber zehn Standorte im öffentlichen Raum, die man mit einem kleinen Vita-­Parcours vergleichen kann.

Im Stiftungsrat sitzt seit Beginn des Jahres auch Lynette Federer. Als sie angefragt wurde, zeigte sie sich «imponiert». Sie sei sechs­fache Grossmutter und sagt: «Ich schenke meinen Enkeln lieber Zeit als beispielsweise Süssigkeiten. Und Zeit heisst vor allem: Bewegung.» Sie sei überhaupt kein Fan davon, wenn sie sehe, wie oft die Betreuungspersonen am Smartphone sind. Die Mama von Roger sagt auch, dass die Grosseltern die Zeit mit Kindern nutzen sollten.– «Später», fügt sich lachend an, «schwindet ja das Interesse am gemeinsamen Zeitvertreib.»

Sieht man sich im Schützenmattpark das bunte Treiben und die Betätigung von Jung und Alt an, darf man durchaus behaupten: Hoppla, da bewegt sich wirklich etwas. Gut 150 Teilnehmer nahmen an dem Jubiläumstag teil. Eine bereits stolze Zahl. Aber Bisang sagt, dass das Ziel noch lange nicht erreicht sei, noch viel mehr Stand­orte geschaffen werden sollen.

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