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Hitze in der Stadt soll verringert werden

Bis im Jahr 2020 entsteht ein Rahmenplan Stadtklima.

Urs Rist
Im Hochsommer kann es in den Städten sehr heiss werden.
Im Hochsommer kann es in den Städten sehr heiss werden.
Dieter Seeger

Für die verbesserte Durchlüftung der Stadt soll ein Massnahmenplan erarbeitet werden. Dies fordert SP-Grossrätin Alexandra Dill in einer Motion, die im Mai vom Parlament überwiesen wurde. Darin steht, dass die Bebauung in Blöcken, die Bodenversiegelung, die Emissionen von Luftschadstoffen und die mangelnde Querlüftung von Hinterhöfen zu höheren Temperaturen als im Umland führten. Deshalb soll auch bei Bebauungsplänen eine gute Luftzirkulation gewährleistet werden.

In seiner Stellungnahme schreibt nun der Regierungsrat, dass der Kanton Basel-Stadt schon vor 20 Jahren zusammen mit der Universität eine Klimaanalyse erarbeitet habe, die Empfehlungen zur Durchlüftung und Hitzereduktion enthält. Bei der Entwicklung des jüngsten Basler Quartiers, der Erlenmatt, sind ortsklimatische Rahmen­bedingungen in den städtebaulichen Wettbewerb aufgenommen worden, um die Durchlüftung ­sicherzustellen und eine Über­hitzung zu vermeiden. Dabei wurde die Frischluftzufuhr aus dem Wiesetal berücksichtigt. Zwischen den Bauten am Tangentenweg und Erlkönigweg auf der Westseite und denjenigen zwischen Goldbachweg und Signalstrasse im Osten liegt eine über 100 Meter breite Grünfläche, der Erlenmattpark.

Wärmeinseln ermitteln

Derzeit wird eine Analyse des Stadtklimas durchgeführt, um Bereiche zu ermitteln, die vom Wärmeinseleffekt betroffen sind, gibt der Regierungsrat bekannt. Die Veröffentlichung ist für den kommenden Herbst geplant. Danach soll bis Ende 2020 ein ­Rahmenplan Stadtklima erar­beitet werden. Dieser soll nicht nur Aussagen zur Durchlüftung enthalten, sondern auch Massnahmen zur Begrünung, Beschattung und Bewässerung ­berücksichtigen.

Dabei werden unterschiedliche Bebauungsarten untersucht – neben dem Blockrand auch der Zeilenbau, Hochhäuser und Einfamilienhäuser – und geeignete Massnahmen vorgeschlagen. Weiter könnten unbebaute Bereiche darauf überprüft werden, ob sie zur Reduktion des Hitzeinsel-Effekts beitragen.

Alexandra Dill fordert in der Motion nicht nur einen Bericht innerhalb eines Jahres, sondern auch die Umsetzung kurzfristiger Massnahmen in dieser Frist.

Der Regierungsrat rät aber ­davon ab und empfiehlt, die Stadtklimaanalyse abzuschliessen und als Grundlage für den Rahmenplan zu verwenden, der konkrete Massnahmen enthalten werde.

Deshalb soll der Grosse Rat die Motion als weniger verpflichtenden Anzug überweisen, womit Aufträge mit Einjahresfrist nicht möglich sind. Vielmehr muss die Regierung dann erst ­innert zwei Jahren über die Erfüllung der Anliegen berichten.

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