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Hindernisparcours statt Bussen für Velofahrer

Zwei Stunden lang nahm sich die Basler Polizei Zeit, um zwölf Velofahrern zu erklären, wieso ihr falsch parkiertes Velo ein Problem ist.

Die Halterinnen und Halter dieser wild parkierten Velos sind jetzt «sensibilisiert».
Die Halterinnen und Halter dieser wild parkierten Velos sind jetzt «sensibilisiert».
Polizei BS

Autofahrer, die ihre Fahrzeuge falsch parkieren, dürfen in der Regel keine Gnade von der Polizei erwarten. Anders ist es bei Velofahrerinnen und Velofahrer, die ihre Zweiräder kreuz und quer an unpassendsten Plätzen abstellen. Eine Gruppe dieser Falschfahrer wurde letzten Freitag von der Polizei «sensibilisiert».

Zwei Stunden hat sich die Polizei auf der Lyss Zeit genommen, um die Falschparker auf ein für sehbehinderte Personen gefährliches Fehlverhalten aufmerksam zu machen: Das widerrechtliche Abstellen und Parkieren von Velos vor einem Fussgängerstreifen. Die Mitarbeiter des Community Policing wurde dabei von Vertretern des Blindenheims Basel, der Sehbehindertenhilfe Basel und zwei Sehbehinderten «unterstützt».

Die beiden Sehbehinderten hätten den Velofahrern «eindrücklich» erklärt, wie falsch parkierte Zweiräder für sie zu einer Stolperfalle mit hoher Verletzungsgefahr werden können, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung.

Maskerade statt Busse

Fünfzehn verkehrsbehindernd abgestellte Velos hätten die Polizisten zu Beginn der Aktion vor einem Fussgängerstreifen auf der Lyss angetroffen. Zwölf Halterinnen und Halter seien dann in den folgenden zwei Stunden darauf «sensibilisiert» worden, ihre Fahrräder künftig korrekt abzustellen. Neben den Gesprächen hatten die Falschparker die Möglichkeit, mit Augenbinde und Blindenstock einen kurzen Parcours mit Hindernissen zu absolvieren. Gebüsst wurden die Falschparker nicht.

Die Busse von Velos, die an Orten parkiert oder abgestellt werden, an denen sie den Verkehr behindern oder gefährden, würde zwanzig Franken betragen. Hinzu käme «ein kostenpflichtiger Abtransport in den Zentralen Sicherstellungsort für Zweiradfahrzeuge im Zeughaus». Diese Gebühr betrage 35 Franken.

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